.. vor allzu großen Veränderungen

Ich bin in einem ungewollten Umschwung, im Aufbruch, in Bewegung. Die Zeit zwingt mich dazu. Weil ich sie mir dazu nehme, weil ich es irgendwo von mir erwarte, wenn nicht gar verlange.

Aber es gibt auch keine Alternative, keine, die mich in meinem Wissensdurst und meiner Gier nach Fortschritt so enorm voran bringen könnte. Doch irgendwie ist es ganz schön viel. Ich mag Bewegung und manchmal auch sehr gern Trubel. 

Immer wieder kommt mir eine Erinnerung aus der Schulzeit ins Gedächtnis. Eine Lehrerin fragte mich einmal ganz plötzlich, wovor ich am meisten Angst hätte und ich meinte ohne darüber nachzudenken: "Vor Spinnen. Und.. hm .. vor allzu großen Veränderungen".

Sie wiederholte den zweiten Teil meiner Aussage mit nachdenklichem Blick nach oben, rieb sich die Hände und wibbte ein bisschen auf und ab, vor und zurück. Ich habe das gehasst an ihr. Generell mochte ich sie nicht sonderlich, sicher, weil sie so selbstüberzeugt ist. Die eigenen Fehler erkennt man an anderen eben meist zuerst.

Immer wieder habe ich es danach in Frage gestellt. So unheimlich oft! Denn ich erlebe viel, schaffe viel, bemühe mich viel und bin aktiv, immer darum bedacht, niemals stehen zu bleiben - vielleicht zu ruhen, aber nicht stehen zu bleiben.

Und dann sag ich da sowas. Einfach so

Jetzt verstehe ich, wie es dazu kam

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