Mo

01

Jun

2015

Flucht - Konfrontation - Flucht 

Derzeit beschäftigt mich das Thema Flucht sehr stark.

Ich habe einen Menschen kennengelernt, dessen Flucht vor der eigenen Konfrontation mit sich selbst die Konfrontation meines Ichs mit mir hervorgerufen hat.

Hervorruft, immer eigentlich, wenn ich diese Person sehe.

Mir bleibt nichts anderes, als zu fliehen. Diese Konfrontation ist eigentlich sehr gut, nur nicht jetzt.

Wann wird sie schon gut sein? Wann wird sie in mein Leben passen, wenn es ja doch nicht leichter werden wird?

Beides ist sehr extrem. Die Konfrontation mit dieser Person, die zur Flucht führt. Und die Flucht vor dieser Person, die zur Konfrontation führt.

Ich kann eigentlich machen, was ich will. Es lässt mich nicht los.

Und so bin ich wieder an diesem Punkt, an dem ich mich frage, was für einen Sinn dieser ständige Kreislauf ergeben soll? Wenn ich ausbreche, werde ich hineingezogen, wenn ich nicht ausbreche, bleibe ich darin. Zweiteres ist vielleicht angenehmer, weil konstanter. 

Suche ich die Konstanz oder den Wirbel? Und suchte ich die Konstanz, was ist das dann für eine Konstanz? Eine falsche irgendwie. Eine schädliche. Aber scheinbar die einizige derzeit. 

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Sa

10

Jan

2015

Fremdeln

Schon die alleinige Erwägung, einen anderen gut finden zu können, ist so erfrischend schön, belebend und befreiend, zugleich unheimlich schmerzvoll. Dabei ist es zwischen uns doch schon so lange aus.

Du bist ich, ich bin du. Wir sind wie ein Gefüge, wie zwei Magneten, die dabei zu sehr aneinander kanten, statt sich zu vereinen.

Ich habe dir gesagt, es ist für meinen Lösungsprozess Voraussetzung, dass du mir zeigst, du willst all das Vergangene wieder gut machen, meine Wunden heilen, schöne Pflastermuster malen. 

So gibst du mir nun das, was wir immer hätten haben sollen. Ich kann es dir nicht mehr entgegnen und spüre, wie du Angst vor einer Fehlinvestition hast. Sie wird dir nichts Neues bringen, sie ist ein Schuldenbegleichen. Ein ''Es ist zu spät'', eine Bemühung für das Vergangene.

Du bist kein Theoretiker. Ich weiß, dass es nicht leicht sein wird, wenn ich dir verdeutlichen muss, dass es keinen zukünftigen Gewinn gibt, der deine Bemühungen ausgleicht. Es ist der Gewinn des Friedens, der Gleichheit, der Harmonie und des Abschlusses. Dass du mit einem Abschluss konfrontiert wirst, da du doch endlich investierst, tut mir unheimlich weh.

Ich habe Angst davor, dass es dich noch weiter zurück schlagen wird, als zu dem Beginn, den du zu unserem hattest. Ich hoffe, dass es kein Ende, sondern ein glorreicher Anfang für dich wird. 

Du wirst immer mein sein und ich dein. Du weißt, dass wir Wir sind und ein Ich nie das gleiche sein wird.

Manchmal ist es besser für beide, sich aus der Ferne zu lieben. Solange wir wissen, was wir sind, muss es uns reichen.

Und vielleicht, da du ja kein Theoretiker bist, wird es gar nicht so schlimm sein. Verlass dich auf dein Gefühl, trag es bei dir und vertrau mir.

Fr

12

Dez

2014

Winter

Ich sitze in meinem Zimmer, auf dem Bett wieder einmal. 

Blicke aus dem Fenster, sehe im Nachbarhaus ein einziges helles Zimmer.

Ach ja, die Küche von denen

Das Kätzchen ist am Fressnapf. Es dreht sich um, schlängelt sich elegant Richtung Fenster. 

Nananana, wenn du jetzt allein bist, denkst du, du kannst auf der Fensterbank herumstolzieren?

Ich bemerke, dass hinter der Wand neben dem Fenster jemand sitzt. Es läuft zurück zum Napf

Achsoo, jetzt geht's wieder zum Napf, um zu symbolisieren, dass es Hunger hat. 

Fehlinterpretiert, das Kätzchen frisst so genüsslich, das kann nicht gespielt sein.

Ja, wie man doch die Dinge so oft falsch betrachtet und manchmal nicht reflektieren kann, wie es wirklich ist. Der Emotionen wegen?

Ich denke an die Katze meiner verstorbenen Oma. Meine Oma erzählte mir einmal in ihrer Küche, die scheue Jacky hätte ihr Futter manchmal so gefressen, dass sie es einzeln aus dem Sitzen mit ihrer Kralle aufhob. 

Jacky suchte sich meine Großmutter aus. Sie ging einfach in ihr Haus und blieb. Sie zogen sich an. 

Gern würde ich mich heut noch einmal mit Omla unterhalten. In meiner Kindheit war sie die strenge dominante Frau, der man es nicht recht machen konnte. Viel zu spät bemerkte ich, welche Gene ich ihr zu verdanken habe.

Es ist ein komisches und zugleich aufregendes Gefühl, Vergleiche allein aus der geistigen Replikation meiner Kindheitserinnerungen zu vollziehen. Ich habe sie wirklich selten gesehen.

Ihr Urteil ist mir heute so viel wert, so schnell ist etwas zu spät.

Das Licht in Nachbars Küche geht aus, während die Katze genüsslich weiter frisst

 

Ja, die Winterzeit. Man beginnt zu denken. Wenn die Desperate Housewives-Folge mal wieder nicht laden will und man merkt, wie bequem man eigentlich geworden ist.

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Do

20

Nov

2014

Unklar

Ich weiß auch nicht, was es ist.

Zur Zeit ist alles so viel. So neu, so aufregend und dabei hab ich es doch alles schon erlebt irgendwie.

Im Moment regt mich wieder so vieles auf. Nein, im Grunde regt mich auf, dass mir so vieles egal ist. Dass ich auf so weniges achte und andauernd so kleine Fehler mache. 

Diese Dinge sind eigentlich nicht schlimm, meist sind es vertrottelte Angelegenheiten, kleine Missgeschicke. Ja, irgendwie gehört das zu meiner Person. Aber ich habe beobachten können, dass das nur geschieht, wenn ich nicht weiß, wohin ich gehöre.

Sicherlich korreliert es damit, dass ich gestern betrunken war. Aber auch, wenn ich betrunken bin, bin ich trotzdem unvorsichtiger als die anderen. Ich stolpere und tanze und bin laut und sage Dinge, die ich nicht sagen möchte, weil sie meiner Person nicht entsprechen. Es ist dann immer alles so viel, zu viel irgendwie. Und eigentlich ist es ja total egal. Während ich mich verhalte ist es mir auch egal. Aber danach ärgert es mich. Da macht es mich unzufrieden.

Aber warum nur? Warum suche ich dauernd etwas, was mich unzufrieden macht?

Es ist doch so egal. 

Irgendwie fehlt mir etwas. 

Ist es trubelig und laut, ist es zu trubelig und laut. Ist es still und einsam, ist es zu still und einsam.

Und dann beginne ich über so vieles nachzudenken, glorifiziere Vergangenes.

Liegt es am November?

Wie kann ich nur so griesgrämig sein, da ich doch gestern so viel Spaß hatte? Obwohl doch alles läuft? 

Irgendetwas stimmt da nicht. 

 

Fr

12

Sep

2014

WrittenInParis

Gefühle kann man nicht aufhalten, sicher. Steuern kann man sie auch nicht, ja. Aber kontrollieren, wie weit man in sie eintaucht, das kann man.

Ich kann es.

Zwar wird dieser Mechanismus dadurch relativiert, dass es unheimlich wehtut und man sich fühlt, als stünde einem andauernd etwas im Nacken. Als würde etwas gegen deine Rippen pochen, als zerreiße etwas dein Innerstes, weil es so falsch scheint, nicht ehrlich scheint. Aber ich weiß ja um das Gefühl, ich bin ja ehrlich zu mir, ich schütze mich nur.

Es ist hart.

Es ist hart, seinen Verstand walten lassen zu müssen in einer Angelegenheit, die ihn nichts angeht. Es ist hart, zu erfahren, wie viel Macht Reflexion und Intelligenz haben. Im Endeffekt leide ich sicher weniger, auch wenn es jetzt so sehr schmerzt. Es wäre fatal, unter den jetzigen Umständen in mein Gefühl einzutauchen. Dann gäbe es kein Zurück. Je mehr ich mich wehre, desto näher komme ich der Grenze, nach deren Überschreitung es kein Zurück mehr gibt.

Es fühlt sich an wie eine Provokation von meinem Verstand ausgehend an das Gefühl. Ein Hinhalten und Zappeln-Lassen.

Wie lang kann das noch gehen? Es kommt der Tag der Entscheidung. Da wird sich herausstellen, wem ich das letzte Urteil vermache. Dem Verstand oder dem Gefühl.

Diese Urteilsvermachung liegt zwar in meiner Hand, ist jedoch bedingt durch die sich entwickelnden Umstände. Eine echte Kausalität, ja. Das ist das Schlimme daran.

 

Was kann ich tun, damit sich diese Umstände richtig entwickeln, wenn ich doch gar nicht weiß, was richtig ist: Gefühl oder Verstand? Sicher das, was stärker ist. Nun ja, da beginnt der Teufelskreis...

Was ist, wenn die Umstände nicht weitgehend genug von mir beeinflusst werden können? Ich habe Angst, dass über mich hinweg entschieden wird, obwohl ich mittendrin bin. Dass ein Gefüge entscheidet, das für mich unklar aus meinen Handlungen entsteht. Dass ich erst, wenn das Urteil gefallen ist, erkennen kann, was ich hätte machen können. Ich habe Angst vor dem Richtig und Falsch dieser Situation. Vielleicht sollte ich beginnen, meine Vernunft auf die Bekämpfung der Angst zu lenken. Das aber impliziert, dass sie sich um mein Ausgangsgefühl nicht mehr kümmern kann. Ich müsste es zulassen, vielleicht wäre es jetzt noch gar nicht so schlimm, es zuzulassen. Vielleicht würde ich es nicht merken, beschäftigte ich mich mit meiner Angst. Die Angst aber kommt doch erst durch die Auseinandersetzung mit meinem Gefühl.

Es nimmt kein Ende

 

 

Do

27

Feb

2014

Verantwortung in der Liebe

Man übernimmt Verantwortung, sobald man richtig liebt. Denn liebt man nach meiner Definition "richtig", so ist man "man selbst" als eine Person und "man selbst mit dem Partner" als andere Person.

Wenn man "richtig" liebt, so weiß man, wer man ist. Man weiß, wer man mit seiner Liebe ist und wer man ist. Man verschmilzt zwar, aber man verliert sich nicht.

Sicher, einige meinen, man liebe "richtig", wenn man nur die Person mit dem Partner ist. Ich finde nicht, dass man dann wirklich liebt. Denn liebt man "richtig", liegt einem alles daran, die Beziehung gut zu führen. Das kann man nur, wenn man sich reflektiert. Wenn man sein Agieren in der Person mit dem Partner distanziert betrachten und werten kann. Mit einem eigenständigen Denken. 

 

So übernimmt man Verantwortung. Zuvor übernahm man sie für sich selbst. Jetzt ist eine neue Art der Verantwortung da, lebt man in einer Beziehung, in der man "richtig" liebt. 

Damit die zweite Person in einem entstehen kann, braucht es Zeit und Vertrauen. Man öffnet sich und spürt, wie sehr man durch etwas Neues gefüllt wird, im besten Falle sogar erfüllt. Man kennt nun die eine Person des Partners (hoffentlich auch die andere), die nur durch einen selbst entsteht. Man weiß Geheimnisse, Gewohnheiten und Probleme. Würde man nun keine Verantwortung übernehmen, oder sagen wir, sich dessen nicht bewusst sein, so übernimmt man im Endeffekt keine Verantwortung für sein erarbeitetes Partner-Selbst. Um diese Verantwortung aber erst übernehmen zu können, braucht man sein eigenständiges Selbst.

So ist Verantwortung in allem, was man in seinem Partner-Selbst agiert, mit das Wichtigste. Übernimmt man die Verantwortung nicht und handelt ohne einen Blick darauf zu haben, handelt unachtsam und verletzend, gewaltvoll und lieblos, so zerfällt das neu aufgebaute Selbst. Da man den Teil in sich angreift, durch den es zustande kommen kann. 

Und ohne dieses andere Selbst steht man in keiner Beziehung

 

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Sa

21

Sep

2013

scheiß doch drauf

ich kann das nunmal nicht. ich kann nicht einfach darauf scheißen.

 

bei jeder blöden entscheidung, und mag sie noch so klitzeklein und banal sein, habe ich einen anspruch an mich. ich habe den anspruch, mich richtig zu entscheiden.

ich bin daher meist sehr unentschlossen und möchte mich vergewissern, suche nach der hilfe einer person meines vertrauens. ich setze mich wirklich sehr stark mit pro und contra auseinander, schaue, inwiefern welches argument vielleicht überwiegen könnte. 

und dann bekommt man gesagt "ja egal. scheiß doch einfach drauf"

NEIN mach ich nicht. ich möchte das richtige tun, da ich ein rechtschaffender mensch bin. lass es als zynik und verbissenheit darstehen, aber ich möchte mich richtig fühlen, ich möchte keine gewissensbisse haben. und die habe ich ansonsten nunmal.

 

ganz besonders schlimm ist es, wenn es darum geht, unzuverlässig zu sein. wenn ich jemandem mein wort gebe, gebe ich jemandem mein wort. in meiner welt ist das eine sache der selbstverständlichkeit. gebe ich jemandem mein wort, so halte ich es auch.

natürlich kommt es vor, dass etwas nicht klappt, dass missverständnisse auftreten, dass etwas nicht hinhaut, wie man es sich vorgestellt hat. das ist in ordnung. aber es ist nicht in ordnung, wenn ich jemandem dadurch wehtu, jemandem keine freude mehr bereiten kann, obwohl es doch noch in meiner macht stünde.

in solchen fällen sollte ich egoistischer werden. aber der egoismus ist ja dabei, dass ich mich freue, wenn sich jemand durch eine tat meinerseits freut. und wenn mir dann jemand sagt, er hat sich darauf eingestellt und gefreut, mich zu sehen und ich dann absagen muss, tut es unheimlich weh. wenn ich aber absagen MUSS, dann brauche ich jemanden, der mir diesen schmerz nimmt und mir ganz ruhig und gediegen erklärt, dass es nicht schlimm ist, dass es ein anderes mal geht. aber ich möchte nicht gesagt bekommen:

 

"ach egal, scheiß doch drauf"

nein, menschen, die mir so etwas sagen, verabscheue ich in der regel

 

Do

05

Sep

2013

iehgittigitt

Sa

31

Aug

2013

.. vor allzu großen Veränderungen

Ich bin in einem ungewollten Umschwung, im Aufbruch, in Bewegung. Die Zeit zwingt mich dazu. Weil ich sie mir dazu nehme, weil ich es irgendwo von mir erwarte, wenn nicht gar verlange.

Aber es gibt auch keine Alternative, keine, die mich in meinem Wissensdurst und meiner Gier nach Fortschritt so enorm voran bringen könnte. Doch irgendwie ist es ganz schön viel. Ich mag Bewegung und manchmal auch sehr gern Trubel. 

Immer wieder kommt mir eine Erinnerung aus der Schulzeit ins Gedächtnis. Eine Lehrerin fragte mich einmal ganz plötzlich, wovor ich am meisten Angst hätte und ich meinte ohne darüber nachzudenken: "Vor Spinnen. Und.. hm .. vor allzu großen Veränderungen".

Sie wiederholte den zweiten Teil meiner Aussage mit nachdenklichem Blick nach oben, rieb sich die Hände und wibbte ein bisschen auf und ab, vor und zurück. Ich habe das gehasst an ihr. Generell mochte ich sie nicht sonderlich, sicher, weil sie so selbstüberzeugt ist. Die eigenen Fehler erkennt man an anderen eben meist zuerst.

Immer wieder habe ich es danach in Frage gestellt. So unheimlich oft! Denn ich erlebe viel, schaffe viel, bemühe mich viel und bin aktiv, immer darum bedacht, niemals stehen zu bleiben - vielleicht zu ruhen, aber nicht stehen zu bleiben.

Und dann sag ich da sowas. Einfach so

Jetzt verstehe ich, wie es dazu kam

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Mo

19

Aug

2013

Kleidung

So

04

Aug

2013

Bahnsteig

Zu reisen ist schön. Sitzen, entspannen und die Welt an sich vorbeihuschen sehen. Das Rauschen des Zugwagons, die Selbstverständlichkeit der Technologie. Gerade, wenn man mit Regionalzügen reist, erfasst man unheimlich viele Bahnhöfe. Man sitzt im Zugwagon auf seinem reisenenden Platz, vielleicht steht man auch. Man sieht hinaus, sieht den dreckigen Bahnsteig und fragt sich vielleicht, was diese Taube, die dort ahnungslos hin und her tappt, heute noch alles erleben wird. Vielleicht fragt man sich auch, wie es ist, Kinder zu haben, bei dem Anblick einer völlig entkräfteten jungen Mutter und ihrem Mann, der am liebsten vor den Zug zu springen scheint, während drei kleine Kinder unabdinglich schreien. Vielleicht beginnt man ja sogar, zu hinterfragen, wie viele Schicksale in diesem Moment vor einem stehen, sich bewegen und agieren, man beginnt vielleicht, zu realisieren, dass doch all diese Menschen gerade ein und dasselbe Ziel haben: Ankommen. Irgendwo werden sie ankommen, genau, wie ich ankommen werde. Und obwohl all ihre Wege und vor allen Dingen ihre Ziele so vollkommen unterschiedlich sind, ähneln sie sich ja doch insofern, dass sie jetzt gerade dabei sind, diesen Weg zu beschreiten. Allesamt. Im gleichen Zug oder auf dem gleichen Bahnsteig oder in der gleichen Ortschaft. 

Dabei frage ich mich, was ein Bahnsteig mit seinen alten Gemäuern mir wohl alles berichten könnte, würde ich ihn danach fragen. Wüsste er überhaupt mehr als ich?

So

07

Jul

2013

GOODGIRLSAREBADBOYS

los, interpretiere

Mo

01

Jul

2013

uh

aaai ai wanna hmh hmh aai

Mi

26

Jun

2013

guten Tag

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Mi

19

Jun

2013

seit ich denken kann - Alicia Keys

Mo

17

Jun

2013

Berlin

Hallo Berlin, groß bist du, metroploisch und weitläufig. Allumfassend und nicht erfassbar. Du erdrückst mich mit deiner Weite und deinem Fassungsvermögen. Dabei ist es das, was mich atmen lässt. Was mich staunen und erfreuen lässt. Erfreut hast du mich, beeindruckt hast du mich und denken lassen hast du mich. Beobachtet habe ich dich, erkannt habe ich nichts. Nur, dass deine Erkenntnis voller Erfahrung steckt. Ich frage mich beinahe, wer dich erkennt? Wer dich kennt und zu kennen weiß, zu erkennen weiß. Wer bei dir überhaupt noch weiß, wo ihm sein Wissen steht. Du bist überwältigend und hip. Du bist tiefendeep und verbirgst einige Geheimnisse. Einige, die so offensichtlich und klar scheinen, dabei sind sie gar nicht da

Mi

05

Jun

2013

HIER

sei fröhlich, sei schön, sei begehrt, sei freundlich, sei höflich, sei glücklich, sei dabei, sei mündig, sei schlank, sei attraktiv, sei hübsch, sei positiv, sei anständig, sei vernünftig, sei gut, sei belehrt, sei lebendig, sei energetisch, sei unfassbar, sei erfassbar, sei unerreichbar, sei direkt, sei ehrlich, sei wohlwollend, sei sicher, sei verletzlich, sei verletzend, sei richtig, sei scheiße, sei arrogant, sei überzeugt, sei selbstverliebt, sei akut, sei aktuell, sei modern, sei bewegend, sei reif, sei schwer, sei träge, sei müde, sei klug, sei aktiv, sei passiv, sei fies, sei mies, sei beschissen, sei viel, sei aufbrausend, sei wütend, sei traurig, sei still, sei stumm, sei anwesend, sei frei, sei belebend, sei da, sei gehemmt, sei eingeschüchtert, sei schüchtern, sei offen, sei parat, sei schlau, sei gewollt, sei hinterlistig, sei falsch, sei du

 

whatever

aber sei

Mo

03

Jun

2013

prozess

vom genuss hin zur gewohnheit über die abhängigkeit bis schließlich zur sucht

Sa

01

Jun

2013

es war einmal

sich allgegenwärtig im gebilde der komplexität bewegend agiert sie selbstsicher und doch versuchend. sie sucht die vollendung, den sieg und siegt durch ihre macht. mächtig, durchdringlich und dabei so wunderschön spielt sie, wozu sie entstand. eingekesselt von den figuren ihrer machtausübung strategiert die königin ihren weg. sie weiß, was sie zu tun hat, sobald eine gefahr droht. und so meistert sie die schlacht, indem sie gezielt ihre klugheit walten lässt. die knechte unter sich stehend, schickt sie voraus, um das feld soweit zu räumen, dass sie im bitteren kampf nicht umkommt. und schafft es einer ihrer knechte, die schlacht trotz ihrer blutigen grausamkeit bis zum ende durchzuhalten, schafft es einer ihrer knechte, das ziel zu erreichen, so steht er für sie mit seinem leben. im grunde die größte erfüllung einer solchen position. ist die königin noch jung und unerfahren, so kommt es vor, dass sie schnell einmal den überblick verliert und ihre strategie aus dem ruder läuft. so verliert sie die kontrolle und muss sich auf eine zweite, intensivere ebene begeben. eingekesselt und behütet von ihren schlosstürmen zieht sie nun selbst los und schwingt sich auf eines ihrer zwei edlen rosse, nachdem ihre laufjungen (nicht die knechte) vorarbeit leisteten. und ist sie in großer gefahr, so zeigt sich die vertrauensvolle beziehung zu ihren pferden, da sie allein weiterziehen und sich den weiteren herausforderungen tanzend stellen. und auch ihr ganzer hof, ihr schutzwall, steht ihr bereit. durchgreifend und stark kommen ihre massiven schlosstürme zum einsatz. 

wozu aber? um dem könig zu dienen.

Mi

22

Mai

2013

slow

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Mo

22

Apr

2013

mann

Sein wir ehrlich. Ein Mann hat es nicht leicht. Im Zeitalter der Emanzipation bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich der Frau zu unterwerfen, um nicht sein lebenlang von ihr schikaniert zu werden. Und tut er dies, wird er es trotzdem. Er kann nichts dazu. Wie soll er denn auch können, wenn er muss? Ein Mann ist sensibel. Seine Sinne sind geschärft, doch sein Gedankengut schafft es nicht, das, was er durch seine Sinne erfasst, deuten oder gar werten zu können.

Ja, wie soll es denn dann auch anders sein, dass er sich selbst absolut überfordert sieht im Machtgefüge der Frau? Allein aus Trost bezüglich dieser Tatsache sollte ein Mann mehr Geld verdienen dürfen. Schließlich braucht er ja noch irgendetwas, ja, wenigstens irgendetwas, womit er sich rühmen kann. Er braucht den Halt, der ihn zum Mann macht. Er braucht diese Aufgabe des Beschützers, des großen, starken Helden. Schließlich ist er der hauptsächliche Genverbreiter. Ohne ihn ginge nix. Und das sollte er ruhig auch heraushängen lassen dürfen, wenn er einer Frau den Abend finanziert, wenn er einer Frau den Hof macht, wenn er sich in sie verliebt, um ihr ein Leben lang zu dienen. Hahaha, sehr stark

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So

14

Apr

2013

inhaltlich

mein lebensinhalt besteht aus provokation und inszenierung

So

24

Mär

2013

fettes video

So

24

Mär

2013

anna

Di

19

Mär

2013

jahr

das leben verläuft wie die jahreszeiten.

du kannst nichts erzwingen, du weißt nicht, wann dein sommer ist, wann dein winter kommt. wann du dich im herbst bewegst und wie lang dein frühling andauert. und auch weißt du nicht, in welcher jahreszeit dein leben beginnt

du weißt es nicht, du kannst diesen lauf und die gleichmäßigkeit der längenaufteilung nicht beeinflussen

 

alles hat einen anfang, eine mitte und ein ende

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Sa

09

Mär

2013

Die Stoa

Nach der Stoa sind wir von unserer Geburt an dazu bestimmt, einen gewissen Platz in der Welt einzunehmen. Nämlich insofern, dass wir einen Teil des Göttlichen darstellen. Das Göttliche stellt eine Art „All-Ratio“, also Weltvernunft, dar. Diese Weltvernunft wird als Logos bezeichnet und ist fähig zu einer providentia, die wie ein Zahnrad der Zweckmäßigkeit fungiert. Der Logos ist aufgeteilt an alle bestehenden Animi (Animus = Der Geist / die Seele). Demnach trägt jeder etwas Göttliches in sich, egal welcher Herkunft er ist, und hat im Laufe seines Lebens die Möglichkeit, dies zu erweitern. Die größt mögliche Erweiterung ist die ratio perfecta (vollkommene Vernunft) die als das unum / summum bonum gilt. Um ein glückliches Leben zu führen, ist es die höchste Aufgabe eines jeden, der einen Geist besitzt, diesen zur ratio perfecta hin auszubilden und gilt als das propium des Menschen. Gelingen kann ihm das, indem er sich seines Naturzustandes bewusst ist und sich löst von Zwängen (Mensch im Zustand der Leidenschaftslosigkeit: Apatheia), die diesen gefährden. Somit ist eine Voraussetzung zum Erlangen dieser ratio perfecta eine absolute Affektkontrolle (aequitas / Ataraxia: Innere Seelenruhe, „stoische Gelassenheit“) und der Wille zur Selbstreflexion (Herr seiner Selbst sein). Denn nur dadurch kann man beginnen, sich selbst auszubilden, beziehungsweise seinen Geist bis auf das Höchste zu vervollkommnen. Aufgrund dieser Tatsache lehnt die Stoa die vier großen Gefühlsebenen, die da lauten: „timor“ (Angst in jeglicher Art und Weise), „cupiditas / voluptas“ (Begierden und Leidenschaften bzw. Lüste), „dolor“ (Schmerz sowohl körperlich als auch geistig) und laetitia voluptas (die Freude), ab. Letzteres begründet der Stoiker so, dass er die allgemein gültigen Freuden als oberflächliche Empfindungen betrachtet und sie als Gefahr im Sinne der Ablenkung für das vervollkommnen der ratio sieht. Somit ist es höchstes Ziel des Stoikers ein vir sapiens zu werden, virtus zu erlangen. Der ewige Weg mit ständigem Blick auf dieses Ziel impliziert daher eine absolute Auseinandersetzung mit sich selbst (vita contemplativa) und der Ausprägung der Begabung zur Vernunft. Es geht um den größten Nutzen, den man aus all Möglichem hervorbringen kann, ohne sich dabei von seinen Gefühlen leiten zu lassen, die, wenn überhaupt, nur einen momentanen Zustand des Wohlbefindens verursachen können, und gerade deshalb nicht gut sind. Denn es geht um die Standhaftigkeit und Dauer, um das Verfolgen des Ziels (proficere).

Ist man irgendwann an dem Punkt angelangt, dass ein weiteres Fortbestehen und somit ein weiteres Verfolgen der bona mens nicht mehr möglich ist, stellt der Tod die Erlösung dar und wird deshalb auch nicht als etwas Negatives oder gar Beängstigendes angesehen, sondern als der Zustand, der vor dem Leben herrschte und zudem die Seele / der Geist (animus) zurückkehrt. Der Stoiker sieht den animus vielmehr als einen Begleiter, der sich zu uns herabgewürdigt hat und uns die Aufgabe stellt, ihn zu fördern, um uns selbst einen Gefallen zu tun. Jedoch ist das Paradies für ihn seine Heimat, die den Zustand vor und nach dem Leben darstellt. Deshalb kommt es auch nicht darauf an, möglichst lange Zeit (quantitativ) zu Leben und an oberflächlichen Dingen (beispielsweise materielle Werte oder oberflächliche Freuden, Anerkennung und Bewunderung von anderen etc.) zu gewinnen, sondern seinen Geist so weit auszuprägen, wie es möglich ist, also schlicht und einfach sinnvoll zu leben (qualitativ).

 

Sa

09

Mär

2013

Genuss

"Der Liebesgenuss bringt keinen Nutzen; man kann sogar froh sein, wenn er nicht schadet" Epikur

Mi

06

Mär

2013

zeit

dass die zeit uns vorauseilt und vor geht, das können wir nicht ändern.

doch an uns vorbeigehen muss sie nicht

Sa

23

Feb

2013

Hallo

Wenn es also dazu kommen sollte, dass ich die Bereitschaft an den Tag lege, mich zu ändern, mich zu verändern. Mein Inneres anzupassen an eine andere Person. Wenn ich mich also wandele, aufgrund der Tatsache, einer gewissen Person dadurch besser zu gefallen, nein, viel eher, aufgrund der Tatsache, sie sich dadurch besser und glücklicher fühlen zu lassen, ja, dann kann ich, so denke ich, wohlwollend sagen, ich empfinde eine große Sympathie, eine innere tiefe Verbundenheit - ja, ich kann sagen, dann empfinde ich eine tiefe innere Verbundenheit, dann fühle ich mich dazu bereit, dann ändere ich mich, dann wandele ich mein Handeln, ja, dann, so kann ich sicher sein, dann bin ich ver -

Was aber ist, wenn ich nicht mein Denken ändere?

Bin ich auch dann verliebt?

Fr

22

Feb

2013

Hausaufgabe

Menschen essen Tiere, früher aßen Tiere Menschen. Menschen halten Tiere gefangen und machen sie zu ihren Unterlegenen, früher unterlag der Mensch dem Tier.

Menschen nehmen sich so Allerlei heraus. Sie essen, sie trinken, sie leben, sie gehen, sie pflanzen sich fort, sie verfolgen ihre Lüste – ganz genau so, wie es ihrem Genuss nach verlaufen soll. Und so essen sie auch Tiere. Sie entscheiden darüber, dass sie als vernunftbegabte Wesen besser, wertvoller und wichtiger sind. Sie sind vernunftbegabt. Begabt. Nicht vernünftig. Denn sie essen Tiere. Sie fordern Gleichberechtigung und Freiheiten, die sie anderen Lebewesen verwehren. Denn sie essen sie. Als sei es nichts. Sie geben dem Tier den Sinn, für sie zu leben. Für sie, nicht für sich. Und sie erwarten, dass es so akzeptiert wird. Nein, sie gehen gar davon aus. Sie bestimmen es als solches. Ist es denn daher auch so?

Was ist, was soll sein und was würde sein, wenn? Das ist egal, denn der Mensch entscheidet. Weil er entscheiden kann. Darf er entscheiden? Er tut es eben. Und weil er entscheiden kann, weil er genauso sehr von seiner Vernunft Gebrauch machen kann, weil er das darf, so sollte er es auch tun. So will er es vielleicht tun. Was hindert ihn? Die Lust, der Genuss, der andere Wille. Ist er Herr über sich selbst, wenn er es als notwendig betrachtet, über andere zu entscheiden, über andere zu urteilen, andere als niederer zu betrachten, ja – ganz einfach: sie zu essen? Ist er dann Herr seiner Selbst? Oder weiß er, dass er es nicht schafft, sich zu beherrschen? Vielleicht weiß er das und sucht in einer simplen Tat seine Befriedigung, die Befriedigung seines falschen Willens, seiner Lust, seines Genusses. Im Grunde dessen, was keiner Notwendigkeit bedarf. Und dann fühlt er sich befriedigt? So sehr befriedigt, als würde der Verzicht ihn schmerzen. Aber wie soll etwas schmerzen, was man nie erfahren hat? Es ist die Angst vor der Erkenntnis, die Angst vor der Veränderung und schließlich die Angst vor sich selbst – denn man könnte ja Herr seiner Selbst werden. Man könnte es ja tatsächlich. Nein, das wollen die Menschen nicht. Sie wollen Fleisch

 

Sa

16

Feb

2013

aktiv, ohne augenscheinliche bewegung

zuhören, lesen. betrachten und verarbeiten.

 

ich denke so oft, ich lese nicht genügend. so viele bücher befinden sich in meinem zimmer, deren inhalt mir bisher verborgen blieb. ich bin aber auch so intolerant. gefällt mir ein buch nach den ersten zehn seiten schon nicht, so lasse ich es zukünftig unberührt. viele meiner bücher haben es allerdings bisher gar nicht bis zu dieser aktivität meinerseits geschafft. es fehlt mir die zeit. eher gesagt: ich nehme sie mir nicht. 

diese texte, sie sind ja nur schwarze tinte auf hellem untergrund. gebündelte seiten, auf denen sich buchstaben befinden.

doch diese texte, sie könnten so viel bewegen. ich könnte so viel in mir bewegen durch sie. ich müsste sie nur lesen. ganz schweigsam und voller wohlwollen. ganz für mich. diese erkenntnis erreichte mich erst vor kurzem wieder. ich las einen artikel in der NEON über das warten. meist durchblättere ich solche magazine, lese den ein oder anderen kleinen ausschnitt und lasse mich von den bildern, die dort abgedruckt sind, inspirieren. ich habe nicht die geduld dazu, einen ganzen text über mehrere seiten hin zu lesen. ich habe auch das verlangen danach nicht. doch dabei beachte ich gar nicht, wie viel mir verborgen bleibt. dieser artikel, den ich nun kürzlich zu lesen begann, der passte daher paradoxer weise genau zu diesem sachverhalt. mein schnelles interesse, das so schnell wieder verfliegt. all die energie, die ich auf den punkt genau aufbringen kann und dann die lust daran wieder verliere. das warten. eine tugend, die wir verloren haben. eine fähigkeit, keine last. 

ich las diesen artikel. er bereicherte mich ungemein und ich war mehr als begeistert davon, wie gut er verfasst ist. ich las ihn einfach, ohne mich großartig zu bewegen oder physische kräfte dafür aufbringen zu müssen. ich las ihn einfach. aktiv, ohne augenscheinliche bewegung

und ich fühlte mich gut

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Do

14

Feb

2013

Pack das O

Ich habe vergebens versucht dich zu tolerieren, ohne dich dabei zu akzeptieren

Du hast mich akzeptiert, ohne dabei zu versuchen, mich zu tolerieren

 

konnte ja nicht klappen

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Fr

08

Feb

2013

WHERE IS THE LIGHT

Di

29

Jan

2013

wissen

scheiße. 

trieb oder gefühl? lust oder vernunft? ratio oder voluptas? voluptas mit ratio.

aber wie?

bedacht, aufmerksam, sicher und gelassen. aktiv und frei, gelöst.

 

es ist ganz genau so wie damals. zu wenig widerstand, zu viel widerstand. ich muss mich gar nicht entscheiden, ich kann es beides lassen. aber ich bewege mich in die richtung des absoluten widerstandes, der absoluten selbstverletzung. habe ich aus den letzten 1 1/2 jahren denn gar nichts gelernt?

hoffnung, nicht erwartung. machen, nicht denken. "ich kann dir nur sagen: alles, was du tust, ist richtig."

erfahrung bringt erkenntnis. was habe ich erkannt? ich habe erkannt, dass es das wert ist. weil ich währenddessen die größte bestätigung erfahren durfte, die ich mir je hätte erwünschen können. die der bewegung. der wirklichen bewegung, nicht die der veränderung. ich wollte nicht verändern, ich wollte erfahren. ich wollte wissen, was geschieht. 

der prozess, die bewegung. da hat sich tatsächlich etwas bewegt, die veränderung liegt nicht in meiner hand. doch die bewegung, sie kann sie auslösen und fördern. ich habe geholfen und mich dabei zerstört. und durch diese zerstörung kann ich sagen, mir wurde geholfen.

"die erfahrungen des schmerzes sind diejenigen, aus denen wir am meisten lernen" 

ja, genau. das lernen. lernen, erfahren, das wissen erweitern. auf dem weg zur vernunft - durch die lust, über das gefühl

So

06

Jan

2013

die kunst

http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=WhuAxg9Z_b8&NR=1
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=WhuAxg9Z_b8&NR=1

des lebens

des liebens

des gebens

des bietens

des nehmens

des vermiedenen

des strebens und

 

des siegens

 

 

wann siege ich? ich will nicht reifer werden, ich möchte bleiben. ich möchte bleiben und geleiten. so recht kann ich das gar nicht beschreiben, vielleicht ja zeigen:

stell dir vor

du durchlebst all das, was du durchlebst, nur so, wie du es durchlebst. und dann, ja dann beginnst du, zu begreifen, dass all das, was du durchlebst, nur durch dich durchlebt werden kann. dass allein du festsetzen kannst, wer du bist. denn allein du entscheidest, welch äußeres dich bestimmt. und dieses äußere ist auch nur so, wie es ist, weil du bist, wie du bist.

und dann kommst du an diesen punkt, an dem du genau das begreifst. an dem du nicht mehr nur die banalität siehst. du siehst den zusammenhang, du siehst das schöpferische

du siehst dich

du verstehst alles, alles. denn du darfst es verstehen, du darfst es! weil du jetzt weißt, dass du darfst, denn nur du kannst. du allein kannst verstehen. keines verstand dieser welt ist deines verstehens ebenwürdig

ich denke, also bin ich. ich fühle, also lebe ich

du beginnst, dir vor augen zu führen, wovon in dir du getrieben wirst und was in dir antreibt. und in jeder banalität entdeckst du, was du nie gesehen hast. du begreifst, du verstehst, du prozessierst. andauernd. und nun prozessierst du bewusst

was ist das für ein bewusstsein? wessen teil deiner ICHS kannst du bewissen?

du siehst in all dem nicht mehr die flappsige banalität - du siehst die realität. die einzig wahre, die, die du siehst

Mo

01

Jun

2015

Flucht - Konfrontation - Flucht 

Derzeit beschäftigt mich das Thema Flucht sehr stark.

Ich habe einen Menschen kennengelernt, dessen Flucht vor der eigenen Konfrontation mit sich selbst die Konfrontation meines Ichs mit mir hervorgerufen hat.

Hervorruft, immer eigentlich, wenn ich diese Person sehe.

Mir bleibt nichts anderes, als zu fliehen. Diese Konfrontation ist eigentlich sehr gut, nur nicht jetzt.

Wann wird sie schon gut sein? Wann wird sie in mein Leben passen, wenn es ja doch nicht leichter werden wird?

Beides ist sehr extrem. Die Konfrontation mit dieser Person, die zur Flucht führt. Und die Flucht vor dieser Person, die zur Konfrontation führt.

Ich kann eigentlich machen, was ich will. Es lässt mich nicht los.

Und so bin ich wieder an diesem Punkt, an dem ich mich frage, was für einen Sinn dieser ständige Kreislauf ergeben soll? Wenn ich ausbreche, werde ich hineingezogen, wenn ich nicht ausbreche, bleibe ich darin. Zweiteres ist vielleicht angenehmer, weil konstanter. 

Suche ich die Konstanz oder den Wirbel? Und suchte ich die Konstanz, was ist das dann für eine Konstanz? Eine falsche irgendwie. Eine schädliche. Aber scheinbar die einizige derzeit. 

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Sa

10

Jan

2015

Fremdeln

Schon die alleinige Erwägung, einen anderen gut finden zu können, ist so erfrischend schön, belebend und befreiend, zugleich unheimlich schmerzvoll. Dabei ist es zwischen uns doch schon so lange aus.

Du bist ich, ich bin du. Wir sind wie ein Gefüge, wie zwei Magneten, die dabei zu sehr aneinander kanten, statt sich zu vereinen.

Ich habe dir gesagt, es ist für meinen Lösungsprozess Voraussetzung, dass du mir zeigst, du willst all das Vergangene wieder gut machen, meine Wunden heilen, schöne Pflastermuster malen. 

So gibst du mir nun das, was wir immer hätten haben sollen. Ich kann es dir nicht mehr entgegnen und spüre, wie du Angst vor einer Fehlinvestition hast. Sie wird dir nichts Neues bringen, sie ist ein Schuldenbegleichen. Ein ''Es ist zu spät'', eine Bemühung für das Vergangene.

Du bist kein Theoretiker. Ich weiß, dass es nicht leicht sein wird, wenn ich dir verdeutlichen muss, dass es keinen zukünftigen Gewinn gibt, der deine Bemühungen ausgleicht. Es ist der Gewinn des Friedens, der Gleichheit, der Harmonie und des Abschlusses. Dass du mit einem Abschluss konfrontiert wirst, da du doch endlich investierst, tut mir unheimlich weh.

Ich habe Angst davor, dass es dich noch weiter zurück schlagen wird, als zu dem Beginn, den du zu unserem hattest. Ich hoffe, dass es kein Ende, sondern ein glorreicher Anfang für dich wird. 

Du wirst immer mein sein und ich dein. Du weißt, dass wir Wir sind und ein Ich nie das gleiche sein wird.

Manchmal ist es besser für beide, sich aus der Ferne zu lieben. Solange wir wissen, was wir sind, muss es uns reichen.

Und vielleicht, da du ja kein Theoretiker bist, wird es gar nicht so schlimm sein. Verlass dich auf dein Gefühl, trag es bei dir und vertrau mir.

Fr

12

Dez

2014

Winter

Ich sitze in meinem Zimmer, auf dem Bett wieder einmal. 

Blicke aus dem Fenster, sehe im Nachbarhaus ein einziges helles Zimmer.

Ach ja, die Küche von denen

Das Kätzchen ist am Fressnapf. Es dreht sich um, schlängelt sich elegant Richtung Fenster. 

Nananana, wenn du jetzt allein bist, denkst du, du kannst auf der Fensterbank herumstolzieren?

Ich bemerke, dass hinter der Wand neben dem Fenster jemand sitzt. Es läuft zurück zum Napf

Achsoo, jetzt geht's wieder zum Napf, um zu symbolisieren, dass es Hunger hat. 

Fehlinterpretiert, das Kätzchen frisst so genüsslich, das kann nicht gespielt sein.

Ja, wie man doch die Dinge so oft falsch betrachtet und manchmal nicht reflektieren kann, wie es wirklich ist. Der Emotionen wegen?

Ich denke an die Katze meiner verstorbenen Oma. Meine Oma erzählte mir einmal in ihrer Küche, die scheue Jacky hätte ihr Futter manchmal so gefressen, dass sie es einzeln aus dem Sitzen mit ihrer Kralle aufhob. 

Jacky suchte sich meine Großmutter aus. Sie ging einfach in ihr Haus und blieb. Sie zogen sich an. 

Gern würde ich mich heut noch einmal mit Omla unterhalten. In meiner Kindheit war sie die strenge dominante Frau, der man es nicht recht machen konnte. Viel zu spät bemerkte ich, welche Gene ich ihr zu verdanken habe.

Es ist ein komisches und zugleich aufregendes Gefühl, Vergleiche allein aus der geistigen Replikation meiner Kindheitserinnerungen zu vollziehen. Ich habe sie wirklich selten gesehen.

Ihr Urteil ist mir heute so viel wert, so schnell ist etwas zu spät.

Das Licht in Nachbars Küche geht aus, während die Katze genüsslich weiter frisst

 

Ja, die Winterzeit. Man beginnt zu denken. Wenn die Desperate Housewives-Folge mal wieder nicht laden will und man merkt, wie bequem man eigentlich geworden ist.

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Do

20

Nov

2014

Unklar

Ich weiß auch nicht, was es ist.

Zur Zeit ist alles so viel. So neu, so aufregend und dabei hab ich es doch alles schon erlebt irgendwie.

Im Moment regt mich wieder so vieles auf. Nein, im Grunde regt mich auf, dass mir so vieles egal ist. Dass ich auf so weniges achte und andauernd so kleine Fehler mache. 

Diese Dinge sind eigentlich nicht schlimm, meist sind es vertrottelte Angelegenheiten, kleine Missgeschicke. Ja, irgendwie gehört das zu meiner Person. Aber ich habe beobachten können, dass das nur geschieht, wenn ich nicht weiß, wohin ich gehöre.

Sicherlich korreliert es damit, dass ich gestern betrunken war. Aber auch, wenn ich betrunken bin, bin ich trotzdem unvorsichtiger als die anderen. Ich stolpere und tanze und bin laut und sage Dinge, die ich nicht sagen möchte, weil sie meiner Person nicht entsprechen. Es ist dann immer alles so viel, zu viel irgendwie. Und eigentlich ist es ja total egal. Während ich mich verhalte ist es mir auch egal. Aber danach ärgert es mich. Da macht es mich unzufrieden.

Aber warum nur? Warum suche ich dauernd etwas, was mich unzufrieden macht?

Es ist doch so egal. 

Irgendwie fehlt mir etwas. 

Ist es trubelig und laut, ist es zu trubelig und laut. Ist es still und einsam, ist es zu still und einsam.

Und dann beginne ich über so vieles nachzudenken, glorifiziere Vergangenes.

Liegt es am November?

Wie kann ich nur so griesgrämig sein, da ich doch gestern so viel Spaß hatte? Obwohl doch alles läuft? 

Irgendetwas stimmt da nicht. 

 

Fr

12

Sep

2014

WrittenInParis

Gefühle kann man nicht aufhalten, sicher. Steuern kann man sie auch nicht, ja. Aber kontrollieren, wie weit man in sie eintaucht, das kann man.

Ich kann es.

Zwar wird dieser Mechanismus dadurch relativiert, dass es unheimlich wehtut und man sich fühlt, als stünde einem andauernd etwas im Nacken. Als würde etwas gegen deine Rippen pochen, als zerreiße etwas dein Innerstes, weil es so falsch scheint, nicht ehrlich scheint. Aber ich weiß ja um das Gefühl, ich bin ja ehrlich zu mir, ich schütze mich nur.

Es ist hart.

Es ist hart, seinen Verstand walten lassen zu müssen in einer Angelegenheit, die ihn nichts angeht. Es ist hart, zu erfahren, wie viel Macht Reflexion und Intelligenz haben. Im Endeffekt leide ich sicher weniger, auch wenn es jetzt so sehr schmerzt. Es wäre fatal, unter den jetzigen Umständen in mein Gefühl einzutauchen. Dann gäbe es kein Zurück. Je mehr ich mich wehre, desto näher komme ich der Grenze, nach deren Überschreitung es kein Zurück mehr gibt.

Es fühlt sich an wie eine Provokation von meinem Verstand ausgehend an das Gefühl. Ein Hinhalten und Zappeln-Lassen.

Wie lang kann das noch gehen? Es kommt der Tag der Entscheidung. Da wird sich herausstellen, wem ich das letzte Urteil vermache. Dem Verstand oder dem Gefühl.

Diese Urteilsvermachung liegt zwar in meiner Hand, ist jedoch bedingt durch die sich entwickelnden Umstände. Eine echte Kausalität, ja. Das ist das Schlimme daran.

 

Was kann ich tun, damit sich diese Umstände richtig entwickeln, wenn ich doch gar nicht weiß, was richtig ist: Gefühl oder Verstand? Sicher das, was stärker ist. Nun ja, da beginnt der Teufelskreis...

Was ist, wenn die Umstände nicht weitgehend genug von mir beeinflusst werden können? Ich habe Angst, dass über mich hinweg entschieden wird, obwohl ich mittendrin bin. Dass ein Gefüge entscheidet, das für mich unklar aus meinen Handlungen entsteht. Dass ich erst, wenn das Urteil gefallen ist, erkennen kann, was ich hätte machen können. Ich habe Angst vor dem Richtig und Falsch dieser Situation. Vielleicht sollte ich beginnen, meine Vernunft auf die Bekämpfung der Angst zu lenken. Das aber impliziert, dass sie sich um mein Ausgangsgefühl nicht mehr kümmern kann. Ich müsste es zulassen, vielleicht wäre es jetzt noch gar nicht so schlimm, es zuzulassen. Vielleicht würde ich es nicht merken, beschäftigte ich mich mit meiner Angst. Die Angst aber kommt doch erst durch die Auseinandersetzung mit meinem Gefühl.

Es nimmt kein Ende

 

 

Do

27

Feb

2014

Verantwortung in der Liebe

Man übernimmt Verantwortung, sobald man richtig liebt. Denn liebt man nach meiner Definition "richtig", so ist man "man selbst" als eine Person und "man selbst mit dem Partner" als andere Person.

Wenn man "richtig" liebt, so weiß man, wer man ist. Man weiß, wer man mit seiner Liebe ist und wer man ist. Man verschmilzt zwar, aber man verliert sich nicht.

Sicher, einige meinen, man liebe "richtig", wenn man nur die Person mit dem Partner ist. Ich finde nicht, dass man dann wirklich liebt. Denn liebt man "richtig", liegt einem alles daran, die Beziehung gut zu führen. Das kann man nur, wenn man sich reflektiert. Wenn man sein Agieren in der Person mit dem Partner distanziert betrachten und werten kann. Mit einem eigenständigen Denken. 

 

So übernimmt man Verantwortung. Zuvor übernahm man sie für sich selbst. Jetzt ist eine neue Art der Verantwortung da, lebt man in einer Beziehung, in der man "richtig" liebt. 

Damit die zweite Person in einem entstehen kann, braucht es Zeit und Vertrauen. Man öffnet sich und spürt, wie sehr man durch etwas Neues gefüllt wird, im besten Falle sogar erfüllt. Man kennt nun die eine Person des Partners (hoffentlich auch die andere), die nur durch einen selbst entsteht. Man weiß Geheimnisse, Gewohnheiten und Probleme. Würde man nun keine Verantwortung übernehmen, oder sagen wir, sich dessen nicht bewusst sein, so übernimmt man im Endeffekt keine Verantwortung für sein erarbeitetes Partner-Selbst. Um diese Verantwortung aber erst übernehmen zu können, braucht man sein eigenständiges Selbst.

So ist Verantwortung in allem, was man in seinem Partner-Selbst agiert, mit das Wichtigste. Übernimmt man die Verantwortung nicht und handelt ohne einen Blick darauf zu haben, handelt unachtsam und verletzend, gewaltvoll und lieblos, so zerfällt das neu aufgebaute Selbst. Da man den Teil in sich angreift, durch den es zustande kommen kann. 

Und ohne dieses andere Selbst steht man in keiner Beziehung

 

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Sa

21

Sep

2013

scheiß doch drauf

ich kann das nunmal nicht. ich kann nicht einfach darauf scheißen.

 

bei jeder blöden entscheidung, und mag sie noch so klitzeklein und banal sein, habe ich einen anspruch an mich. ich habe den anspruch, mich richtig zu entscheiden.

ich bin daher meist sehr unentschlossen und möchte mich vergewissern, suche nach der hilfe einer person meines vertrauens. ich setze mich wirklich sehr stark mit pro und contra auseinander, schaue, inwiefern welches argument vielleicht überwiegen könnte. 

und dann bekommt man gesagt "ja egal. scheiß doch einfach drauf"

NEIN mach ich nicht. ich möchte das richtige tun, da ich ein rechtschaffender mensch bin. lass es als zynik und verbissenheit darstehen, aber ich möchte mich richtig fühlen, ich möchte keine gewissensbisse haben. und die habe ich ansonsten nunmal.

 

ganz besonders schlimm ist es, wenn es darum geht, unzuverlässig zu sein. wenn ich jemandem mein wort gebe, gebe ich jemandem mein wort. in meiner welt ist das eine sache der selbstverständlichkeit. gebe ich jemandem mein wort, so halte ich es auch.

natürlich kommt es vor, dass etwas nicht klappt, dass missverständnisse auftreten, dass etwas nicht hinhaut, wie man es sich vorgestellt hat. das ist in ordnung. aber es ist nicht in ordnung, wenn ich jemandem dadurch wehtu, jemandem keine freude mehr bereiten kann, obwohl es doch noch in meiner macht stünde.

in solchen fällen sollte ich egoistischer werden. aber der egoismus ist ja dabei, dass ich mich freue, wenn sich jemand durch eine tat meinerseits freut. und wenn mir dann jemand sagt, er hat sich darauf eingestellt und gefreut, mich zu sehen und ich dann absagen muss, tut es unheimlich weh. wenn ich aber absagen MUSS, dann brauche ich jemanden, der mir diesen schmerz nimmt und mir ganz ruhig und gediegen erklärt, dass es nicht schlimm ist, dass es ein anderes mal geht. aber ich möchte nicht gesagt bekommen:

 

"ach egal, scheiß doch drauf"

nein, menschen, die mir so etwas sagen, verabscheue ich in der regel

 

Do

05

Sep

2013

iehgittigitt

Sa

31

Aug

2013

.. vor allzu großen Veränderungen

Ich bin in einem ungewollten Umschwung, im Aufbruch, in Bewegung. Die Zeit zwingt mich dazu. Weil ich sie mir dazu nehme, weil ich es irgendwo von mir erwarte, wenn nicht gar verlange.

Aber es gibt auch keine Alternative, keine, die mich in meinem Wissensdurst und meiner Gier nach Fortschritt so enorm voran bringen könnte. Doch irgendwie ist es ganz schön viel. Ich mag Bewegung und manchmal auch sehr gern Trubel. 

Immer wieder kommt mir eine Erinnerung aus der Schulzeit ins Gedächtnis. Eine Lehrerin fragte mich einmal ganz plötzlich, wovor ich am meisten Angst hätte und ich meinte ohne darüber nachzudenken: "Vor Spinnen. Und.. hm .. vor allzu großen Veränderungen".

Sie wiederholte den zweiten Teil meiner Aussage mit nachdenklichem Blick nach oben, rieb sich die Hände und wibbte ein bisschen auf und ab, vor und zurück. Ich habe das gehasst an ihr. Generell mochte ich sie nicht sonderlich, sicher, weil sie so selbstüberzeugt ist. Die eigenen Fehler erkennt man an anderen eben meist zuerst.

Immer wieder habe ich es danach in Frage gestellt. So unheimlich oft! Denn ich erlebe viel, schaffe viel, bemühe mich viel und bin aktiv, immer darum bedacht, niemals stehen zu bleiben - vielleicht zu ruhen, aber nicht stehen zu bleiben.

Und dann sag ich da sowas. Einfach so

Jetzt verstehe ich, wie es dazu kam

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Mo

19

Aug

2013

Kleidung

So

04

Aug

2013

Bahnsteig

Zu reisen ist schön. Sitzen, entspannen und die Welt an sich vorbeihuschen sehen. Das Rauschen des Zugwagons, die Selbstverständlichkeit der Technologie. Gerade, wenn man mit Regionalzügen reist, erfasst man unheimlich viele Bahnhöfe. Man sitzt im Zugwagon auf seinem reisenenden Platz, vielleicht steht man auch. Man sieht hinaus, sieht den dreckigen Bahnsteig und fragt sich vielleicht, was diese Taube, die dort ahnungslos hin und her tappt, heute noch alles erleben wird. Vielleicht fragt man sich auch, wie es ist, Kinder zu haben, bei dem Anblick einer völlig entkräfteten jungen Mutter und ihrem Mann, der am liebsten vor den Zug zu springen scheint, während drei kleine Kinder unabdinglich schreien. Vielleicht beginnt man ja sogar, zu hinterfragen, wie viele Schicksale in diesem Moment vor einem stehen, sich bewegen und agieren, man beginnt vielleicht, zu realisieren, dass doch all diese Menschen gerade ein und dasselbe Ziel haben: Ankommen. Irgendwo werden sie ankommen, genau, wie ich ankommen werde. Und obwohl all ihre Wege und vor allen Dingen ihre Ziele so vollkommen unterschiedlich sind, ähneln sie sich ja doch insofern, dass sie jetzt gerade dabei sind, diesen Weg zu beschreiten. Allesamt. Im gleichen Zug oder auf dem gleichen Bahnsteig oder in der gleichen Ortschaft. 

Dabei frage ich mich, was ein Bahnsteig mit seinen alten Gemäuern mir wohl alles berichten könnte, würde ich ihn danach fragen. Wüsste er überhaupt mehr als ich?

So

07

Jul

2013

GOODGIRLSAREBADBOYS

los, interpretiere

Mo

01

Jul

2013

uh

aaai ai wanna hmh hmh aai

Mi

26

Jun

2013

guten Tag

0 Kommentare

Mi

19

Jun

2013

seit ich denken kann - Alicia Keys

Mo

17

Jun

2013

Berlin

Hallo Berlin, groß bist du, metroploisch und weitläufig. Allumfassend und nicht erfassbar. Du erdrückst mich mit deiner Weite und deinem Fassungsvermögen. Dabei ist es das, was mich atmen lässt. Was mich staunen und erfreuen lässt. Erfreut hast du mich, beeindruckt hast du mich und denken lassen hast du mich. Beobachtet habe ich dich, erkannt habe ich nichts. Nur, dass deine Erkenntnis voller Erfahrung steckt. Ich frage mich beinahe, wer dich erkennt? Wer dich kennt und zu kennen weiß, zu erkennen weiß. Wer bei dir überhaupt noch weiß, wo ihm sein Wissen steht. Du bist überwältigend und hip. Du bist tiefendeep und verbirgst einige Geheimnisse. Einige, die so offensichtlich und klar scheinen, dabei sind sie gar nicht da

Mi

05

Jun

2013

HIER

sei fröhlich, sei schön, sei begehrt, sei freundlich, sei höflich, sei glücklich, sei dabei, sei mündig, sei schlank, sei attraktiv, sei hübsch, sei positiv, sei anständig, sei vernünftig, sei gut, sei belehrt, sei lebendig, sei energetisch, sei unfassbar, sei erfassbar, sei unerreichbar, sei direkt, sei ehrlich, sei wohlwollend, sei sicher, sei verletzlich, sei verletzend, sei richtig, sei scheiße, sei arrogant, sei überzeugt, sei selbstverliebt, sei akut, sei aktuell, sei modern, sei bewegend, sei reif, sei schwer, sei träge, sei müde, sei klug, sei aktiv, sei passiv, sei fies, sei mies, sei beschissen, sei viel, sei aufbrausend, sei wütend, sei traurig, sei still, sei stumm, sei anwesend, sei frei, sei belebend, sei da, sei gehemmt, sei eingeschüchtert, sei schüchtern, sei offen, sei parat, sei schlau, sei gewollt, sei hinterlistig, sei falsch, sei du

 

whatever

aber sei

Mo

03

Jun

2013

prozess

vom genuss hin zur gewohnheit über die abhängigkeit bis schließlich zur sucht

Sa

01

Jun

2013

es war einmal

sich allgegenwärtig im gebilde der komplexität bewegend agiert sie selbstsicher und doch versuchend. sie sucht die vollendung, den sieg und siegt durch ihre macht. mächtig, durchdringlich und dabei so wunderschön spielt sie, wozu sie entstand. eingekesselt von den figuren ihrer machtausübung strategiert die königin ihren weg. sie weiß, was sie zu tun hat, sobald eine gefahr droht. und so meistert sie die schlacht, indem sie gezielt ihre klugheit walten lässt. die knechte unter sich stehend, schickt sie voraus, um das feld soweit zu räumen, dass sie im bitteren kampf nicht umkommt. und schafft es einer ihrer knechte, die schlacht trotz ihrer blutigen grausamkeit bis zum ende durchzuhalten, schafft es einer ihrer knechte, das ziel zu erreichen, so steht er für sie mit seinem leben. im grunde die größte erfüllung einer solchen position. ist die königin noch jung und unerfahren, so kommt es vor, dass sie schnell einmal den überblick verliert und ihre strategie aus dem ruder läuft. so verliert sie die kontrolle und muss sich auf eine zweite, intensivere ebene begeben. eingekesselt und behütet von ihren schlosstürmen zieht sie nun selbst los und schwingt sich auf eines ihrer zwei edlen rosse, nachdem ihre laufjungen (nicht die knechte) vorarbeit leisteten. und ist sie in großer gefahr, so zeigt sich die vertrauensvolle beziehung zu ihren pferden, da sie allein weiterziehen und sich den weiteren herausforderungen tanzend stellen. und auch ihr ganzer hof, ihr schutzwall, steht ihr bereit. durchgreifend und stark kommen ihre massiven schlosstürme zum einsatz. 

wozu aber? um dem könig zu dienen.

Mi

22

Mai

2013

slow

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Mo

22

Apr

2013

mann

Sein wir ehrlich. Ein Mann hat es nicht leicht. Im Zeitalter der Emanzipation bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich der Frau zu unterwerfen, um nicht sein lebenlang von ihr schikaniert zu werden. Und tut er dies, wird er es trotzdem. Er kann nichts dazu. Wie soll er denn auch können, wenn er muss? Ein Mann ist sensibel. Seine Sinne sind geschärft, doch sein Gedankengut schafft es nicht, das, was er durch seine Sinne erfasst, deuten oder gar werten zu können.

Ja, wie soll es denn dann auch anders sein, dass er sich selbst absolut überfordert sieht im Machtgefüge der Frau? Allein aus Trost bezüglich dieser Tatsache sollte ein Mann mehr Geld verdienen dürfen. Schließlich braucht er ja noch irgendetwas, ja, wenigstens irgendetwas, womit er sich rühmen kann. Er braucht den Halt, der ihn zum Mann macht. Er braucht diese Aufgabe des Beschützers, des großen, starken Helden. Schließlich ist er der hauptsächliche Genverbreiter. Ohne ihn ginge nix. Und das sollte er ruhig auch heraushängen lassen dürfen, wenn er einer Frau den Abend finanziert, wenn er einer Frau den Hof macht, wenn er sich in sie verliebt, um ihr ein Leben lang zu dienen. Hahaha, sehr stark

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So

14

Apr

2013

inhaltlich

mein lebensinhalt besteht aus provokation und inszenierung

So

24

Mär

2013

fettes video

So

24

Mär

2013

anna

Di

19

Mär

2013

jahr

das leben verläuft wie die jahreszeiten.

du kannst nichts erzwingen, du weißt nicht, wann dein sommer ist, wann dein winter kommt. wann du dich im herbst bewegst und wie lang dein frühling andauert. und auch weißt du nicht, in welcher jahreszeit dein leben beginnt

du weißt es nicht, du kannst diesen lauf und die gleichmäßigkeit der längenaufteilung nicht beeinflussen

 

alles hat einen anfang, eine mitte und ein ende

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Sa

09

Mär

2013

Die Stoa

Nach der Stoa sind wir von unserer Geburt an dazu bestimmt, einen gewissen Platz in der Welt einzunehmen. Nämlich insofern, dass wir einen Teil des Göttlichen darstellen. Das Göttliche stellt eine Art „All-Ratio“, also Weltvernunft, dar. Diese Weltvernunft wird als Logos bezeichnet und ist fähig zu einer providentia, die wie ein Zahnrad der Zweckmäßigkeit fungiert. Der Logos ist aufgeteilt an alle bestehenden Animi (Animus = Der Geist / die Seele). Demnach trägt jeder etwas Göttliches in sich, egal welcher Herkunft er ist, und hat im Laufe seines Lebens die Möglichkeit, dies zu erweitern. Die größt mögliche Erweiterung ist die ratio perfecta (vollkommene Vernunft) die als das unum / summum bonum gilt. Um ein glückliches Leben zu führen, ist es die höchste Aufgabe eines jeden, der einen Geist besitzt, diesen zur ratio perfecta hin auszubilden und gilt als das propium des Menschen. Gelingen kann ihm das, indem er sich seines Naturzustandes bewusst ist und sich löst von Zwängen (Mensch im Zustand der Leidenschaftslosigkeit: Apatheia), die diesen gefährden. Somit ist eine Voraussetzung zum Erlangen dieser ratio perfecta eine absolute Affektkontrolle (aequitas / Ataraxia: Innere Seelenruhe, „stoische Gelassenheit“) und der Wille zur Selbstreflexion (Herr seiner Selbst sein). Denn nur dadurch kann man beginnen, sich selbst auszubilden, beziehungsweise seinen Geist bis auf das Höchste zu vervollkommnen. Aufgrund dieser Tatsache lehnt die Stoa die vier großen Gefühlsebenen, die da lauten: „timor“ (Angst in jeglicher Art und Weise), „cupiditas / voluptas“ (Begierden und Leidenschaften bzw. Lüste), „dolor“ (Schmerz sowohl körperlich als auch geistig) und laetitia voluptas (die Freude), ab. Letzteres begründet der Stoiker so, dass er die allgemein gültigen Freuden als oberflächliche Empfindungen betrachtet und sie als Gefahr im Sinne der Ablenkung für das vervollkommnen der ratio sieht. Somit ist es höchstes Ziel des Stoikers ein vir sapiens zu werden, virtus zu erlangen. Der ewige Weg mit ständigem Blick auf dieses Ziel impliziert daher eine absolute Auseinandersetzung mit sich selbst (vita contemplativa) und der Ausprägung der Begabung zur Vernunft. Es geht um den größten Nutzen, den man aus all Möglichem hervorbringen kann, ohne sich dabei von seinen Gefühlen leiten zu lassen, die, wenn überhaupt, nur einen momentanen Zustand des Wohlbefindens verursachen können, und gerade deshalb nicht gut sind. Denn es geht um die Standhaftigkeit und Dauer, um das Verfolgen des Ziels (proficere).

Ist man irgendwann an dem Punkt angelangt, dass ein weiteres Fortbestehen und somit ein weiteres Verfolgen der bona mens nicht mehr möglich ist, stellt der Tod die Erlösung dar und wird deshalb auch nicht als etwas Negatives oder gar Beängstigendes angesehen, sondern als der Zustand, der vor dem Leben herrschte und zudem die Seele / der Geist (animus) zurückkehrt. Der Stoiker sieht den animus vielmehr als einen Begleiter, der sich zu uns herabgewürdigt hat und uns die Aufgabe stellt, ihn zu fördern, um uns selbst einen Gefallen zu tun. Jedoch ist das Paradies für ihn seine Heimat, die den Zustand vor und nach dem Leben darstellt. Deshalb kommt es auch nicht darauf an, möglichst lange Zeit (quantitativ) zu Leben und an oberflächlichen Dingen (beispielsweise materielle Werte oder oberflächliche Freuden, Anerkennung und Bewunderung von anderen etc.) zu gewinnen, sondern seinen Geist so weit auszuprägen, wie es möglich ist, also schlicht und einfach sinnvoll zu leben (qualitativ).

 

Sa

09

Mär

2013

Genuss

"Der Liebesgenuss bringt keinen Nutzen; man kann sogar froh sein, wenn er nicht schadet" Epikur

Mi

06

Mär

2013

zeit

dass die zeit uns vorauseilt und vor geht, das können wir nicht ändern.

doch an uns vorbeigehen muss sie nicht

Sa

23

Feb

2013

Hallo

Wenn es also dazu kommen sollte, dass ich die Bereitschaft an den Tag lege, mich zu ändern, mich zu verändern. Mein Inneres anzupassen an eine andere Person. Wenn ich mich also wandele, aufgrund der Tatsache, einer gewissen Person dadurch besser zu gefallen, nein, viel eher, aufgrund der Tatsache, sie sich dadurch besser und glücklicher fühlen zu lassen, ja, dann kann ich, so denke ich, wohlwollend sagen, ich empfinde eine große Sympathie, eine innere tiefe Verbundenheit - ja, ich kann sagen, dann empfinde ich eine tiefe innere Verbundenheit, dann fühle ich mich dazu bereit, dann ändere ich mich, dann wandele ich mein Handeln, ja, dann, so kann ich sicher sein, dann bin ich ver -

Was aber ist, wenn ich nicht mein Denken ändere?

Bin ich auch dann verliebt?

Fr

22

Feb

2013

Hausaufgabe

Menschen essen Tiere, früher aßen Tiere Menschen. Menschen halten Tiere gefangen und machen sie zu ihren Unterlegenen, früher unterlag der Mensch dem Tier.

Menschen nehmen sich so Allerlei heraus. Sie essen, sie trinken, sie leben, sie gehen, sie pflanzen sich fort, sie verfolgen ihre Lüste – ganz genau so, wie es ihrem Genuss nach verlaufen soll. Und so essen sie auch Tiere. Sie entscheiden darüber, dass sie als vernunftbegabte Wesen besser, wertvoller und wichtiger sind. Sie sind vernunftbegabt. Begabt. Nicht vernünftig. Denn sie essen Tiere. Sie fordern Gleichberechtigung und Freiheiten, die sie anderen Lebewesen verwehren. Denn sie essen sie. Als sei es nichts. Sie geben dem Tier den Sinn, für sie zu leben. Für sie, nicht für sich. Und sie erwarten, dass es so akzeptiert wird. Nein, sie gehen gar davon aus. Sie bestimmen es als solches. Ist es denn daher auch so?

Was ist, was soll sein und was würde sein, wenn? Das ist egal, denn der Mensch entscheidet. Weil er entscheiden kann. Darf er entscheiden? Er tut es eben. Und weil er entscheiden kann, weil er genauso sehr von seiner Vernunft Gebrauch machen kann, weil er das darf, so sollte er es auch tun. So will er es vielleicht tun. Was hindert ihn? Die Lust, der Genuss, der andere Wille. Ist er Herr über sich selbst, wenn er es als notwendig betrachtet, über andere zu entscheiden, über andere zu urteilen, andere als niederer zu betrachten, ja – ganz einfach: sie zu essen? Ist er dann Herr seiner Selbst? Oder weiß er, dass er es nicht schafft, sich zu beherrschen? Vielleicht weiß er das und sucht in einer simplen Tat seine Befriedigung, die Befriedigung seines falschen Willens, seiner Lust, seines Genusses. Im Grunde dessen, was keiner Notwendigkeit bedarf. Und dann fühlt er sich befriedigt? So sehr befriedigt, als würde der Verzicht ihn schmerzen. Aber wie soll etwas schmerzen, was man nie erfahren hat? Es ist die Angst vor der Erkenntnis, die Angst vor der Veränderung und schließlich die Angst vor sich selbst – denn man könnte ja Herr seiner Selbst werden. Man könnte es ja tatsächlich. Nein, das wollen die Menschen nicht. Sie wollen Fleisch

 

Sa

16

Feb

2013

aktiv, ohne augenscheinliche bewegung

zuhören, lesen. betrachten und verarbeiten.

 

ich denke so oft, ich lese nicht genügend. so viele bücher befinden sich in meinem zimmer, deren inhalt mir bisher verborgen blieb. ich bin aber auch so intolerant. gefällt mir ein buch nach den ersten zehn seiten schon nicht, so lasse ich es zukünftig unberührt. viele meiner bücher haben es allerdings bisher gar nicht bis zu dieser aktivität meinerseits geschafft. es fehlt mir die zeit. eher gesagt: ich nehme sie mir nicht. 

diese texte, sie sind ja nur schwarze tinte auf hellem untergrund. gebündelte seiten, auf denen sich buchstaben befinden.

doch diese texte, sie könnten so viel bewegen. ich könnte so viel in mir bewegen durch sie. ich müsste sie nur lesen. ganz schweigsam und voller wohlwollen. ganz für mich. diese erkenntnis erreichte mich erst vor kurzem wieder. ich las einen artikel in der NEON über das warten. meist durchblättere ich solche magazine, lese den ein oder anderen kleinen ausschnitt und lasse mich von den bildern, die dort abgedruckt sind, inspirieren. ich habe nicht die geduld dazu, einen ganzen text über mehrere seiten hin zu lesen. ich habe auch das verlangen danach nicht. doch dabei beachte ich gar nicht, wie viel mir verborgen bleibt. dieser artikel, den ich nun kürzlich zu lesen begann, der passte daher paradoxer weise genau zu diesem sachverhalt. mein schnelles interesse, das so schnell wieder verfliegt. all die energie, die ich auf den punkt genau aufbringen kann und dann die lust daran wieder verliere. das warten. eine tugend, die wir verloren haben. eine fähigkeit, keine last. 

ich las diesen artikel. er bereicherte mich ungemein und ich war mehr als begeistert davon, wie gut er verfasst ist. ich las ihn einfach, ohne mich großartig zu bewegen oder physische kräfte dafür aufbringen zu müssen. ich las ihn einfach. aktiv, ohne augenscheinliche bewegung

und ich fühlte mich gut

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Do

14

Feb

2013

Pack das O

Ich habe vergebens versucht dich zu tolerieren, ohne dich dabei zu akzeptieren

Du hast mich akzeptiert, ohne dabei zu versuchen, mich zu tolerieren

 

konnte ja nicht klappen

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Fr

08

Feb

2013

WHERE IS THE LIGHT

Di

29

Jan

2013

wissen

scheiße. 

trieb oder gefühl? lust oder vernunft? ratio oder voluptas? voluptas mit ratio.

aber wie?

bedacht, aufmerksam, sicher und gelassen. aktiv und frei, gelöst.

 

es ist ganz genau so wie damals. zu wenig widerstand, zu viel widerstand. ich muss mich gar nicht entscheiden, ich kann es beides lassen. aber ich bewege mich in die richtung des absoluten widerstandes, der absoluten selbstverletzung. habe ich aus den letzten 1 1/2 jahren denn gar nichts gelernt?

hoffnung, nicht erwartung. machen, nicht denken. "ich kann dir nur sagen: alles, was du tust, ist richtig."

erfahrung bringt erkenntnis. was habe ich erkannt? ich habe erkannt, dass es das wert ist. weil ich währenddessen die größte bestätigung erfahren durfte, die ich mir je hätte erwünschen können. die der bewegung. der wirklichen bewegung, nicht die der veränderung. ich wollte nicht verändern, ich wollte erfahren. ich wollte wissen, was geschieht. 

der prozess, die bewegung. da hat sich tatsächlich etwas bewegt, die veränderung liegt nicht in meiner hand. doch die bewegung, sie kann sie auslösen und fördern. ich habe geholfen und mich dabei zerstört. und durch diese zerstörung kann ich sagen, mir wurde geholfen.

"die erfahrungen des schmerzes sind diejenigen, aus denen wir am meisten lernen" 

ja, genau. das lernen. lernen, erfahren, das wissen erweitern. auf dem weg zur vernunft - durch die lust, über das gefühl

So

06

Jan

2013

die kunst

http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=WhuAxg9Z_b8&NR=1
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=WhuAxg9Z_b8&NR=1

des lebens

des liebens

des gebens

des bietens

des nehmens

des vermiedenen

des strebens und

 

des siegens

 

 

wann siege ich? ich will nicht reifer werden, ich möchte bleiben. ich möchte bleiben und geleiten. so recht kann ich das gar nicht beschreiben, vielleicht ja zeigen:

stell dir vor

du durchlebst all das, was du durchlebst, nur so, wie du es durchlebst. und dann, ja dann beginnst du, zu begreifen, dass all das, was du durchlebst, nur durch dich durchlebt werden kann. dass allein du festsetzen kannst, wer du bist. denn allein du entscheidest, welch äußeres dich bestimmt. und dieses äußere ist auch nur so, wie es ist, weil du bist, wie du bist.

und dann kommst du an diesen punkt, an dem du genau das begreifst. an dem du nicht mehr nur die banalität siehst. du siehst den zusammenhang, du siehst das schöpferische

du siehst dich

du verstehst alles, alles. denn du darfst es verstehen, du darfst es! weil du jetzt weißt, dass du darfst, denn nur du kannst. du allein kannst verstehen. keines verstand dieser welt ist deines verstehens ebenwürdig

ich denke, also bin ich. ich fühle, also lebe ich

du beginnst, dir vor augen zu führen, wovon in dir du getrieben wirst und was in dir antreibt. und in jeder banalität entdeckst du, was du nie gesehen hast. du begreifst, du verstehst, du prozessierst. andauernd. und nun prozessierst du bewusst

was ist das für ein bewusstsein? wessen teil deiner ICHS kannst du bewissen?

du siehst in all dem nicht mehr die flappsige banalität - du siehst die realität. die einzig wahre, die, die du siehst

Mo

01

Jun

2015

Flucht - Konfrontation - Flucht 

Derzeit beschäftigt mich das Thema Flucht sehr stark.

Ich habe einen Menschen kennengelernt, dessen Flucht vor der eigenen Konfrontation mit sich selbst die Konfrontation meines Ichs mit mir hervorgerufen hat.

Hervorruft, immer eigentlich, wenn ich diese Person sehe.

Mir bleibt nichts anderes, als zu fliehen. Diese Konfrontation ist eigentlich sehr gut, nur nicht jetzt.

Wann wird sie schon gut sein? Wann wird sie in mein Leben passen, wenn es ja doch nicht leichter werden wird?

Beides ist sehr extrem. Die Konfrontation mit dieser Person, die zur Flucht führt. Und die Flucht vor dieser Person, die zur Konfrontation führt.

Ich kann eigentlich machen, was ich will. Es lässt mich nicht los.

Und so bin ich wieder an diesem Punkt, an dem ich mich frage, was für einen Sinn dieser ständige Kreislauf ergeben soll? Wenn ich ausbreche, werde ich hineingezogen, wenn ich nicht ausbreche, bleibe ich darin. Zweiteres ist vielleicht angenehmer, weil konstanter. 

Suche ich die Konstanz oder den Wirbel? Und suchte ich die Konstanz, was ist das dann für eine Konstanz? Eine falsche irgendwie. Eine schädliche. Aber scheinbar die einizige derzeit. 

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Sa

10

Jan

2015

Fremdeln

Schon die alleinige Erwägung, einen anderen gut finden zu können, ist so erfrischend schön, belebend und befreiend, zugleich unheimlich schmerzvoll. Dabei ist es zwischen uns doch schon so lange aus.

Du bist ich, ich bin du. Wir sind wie ein Gefüge, wie zwei Magneten, die dabei zu sehr aneinander kanten, statt sich zu vereinen.

Ich habe dir gesagt, es ist für meinen Lösungsprozess Voraussetzung, dass du mir zeigst, du willst all das Vergangene wieder gut machen, meine Wunden heilen, schöne Pflastermuster malen. 

So gibst du mir nun das, was wir immer hätten haben sollen. Ich kann es dir nicht mehr entgegnen und spüre, wie du Angst vor einer Fehlinvestition hast. Sie wird dir nichts Neues bringen, sie ist ein Schuldenbegleichen. Ein ''Es ist zu spät'', eine Bemühung für das Vergangene.

Du bist kein Theoretiker. Ich weiß, dass es nicht leicht sein wird, wenn ich dir verdeutlichen muss, dass es keinen zukünftigen Gewinn gibt, der deine Bemühungen ausgleicht. Es ist der Gewinn des Friedens, der Gleichheit, der Harmonie und des Abschlusses. Dass du mit einem Abschluss konfrontiert wirst, da du doch endlich investierst, tut mir unheimlich weh.

Ich habe Angst davor, dass es dich noch weiter zurück schlagen wird, als zu dem Beginn, den du zu unserem hattest. Ich hoffe, dass es kein Ende, sondern ein glorreicher Anfang für dich wird. 

Du wirst immer mein sein und ich dein. Du weißt, dass wir Wir sind und ein Ich nie das gleiche sein wird.

Manchmal ist es besser für beide, sich aus der Ferne zu lieben. Solange wir wissen, was wir sind, muss es uns reichen.

Und vielleicht, da du ja kein Theoretiker bist, wird es gar nicht so schlimm sein. Verlass dich auf dein Gefühl, trag es bei dir und vertrau mir.

Fr

12

Dez

2014

Winter

Ich sitze in meinem Zimmer, auf dem Bett wieder einmal. 

Blicke aus dem Fenster, sehe im Nachbarhaus ein einziges helles Zimmer.

Ach ja, die Küche von denen

Das Kätzchen ist am Fressnapf. Es dreht sich um, schlängelt sich elegant Richtung Fenster. 

Nananana, wenn du jetzt allein bist, denkst du, du kannst auf der Fensterbank herumstolzieren?

Ich bemerke, dass hinter der Wand neben dem Fenster jemand sitzt. Es läuft zurück zum Napf

Achsoo, jetzt geht's wieder zum Napf, um zu symbolisieren, dass es Hunger hat. 

Fehlinterpretiert, das Kätzchen frisst so genüsslich, das kann nicht gespielt sein.

Ja, wie man doch die Dinge so oft falsch betrachtet und manchmal nicht reflektieren kann, wie es wirklich ist. Der Emotionen wegen?

Ich denke an die Katze meiner verstorbenen Oma. Meine Oma erzählte mir einmal in ihrer Küche, die scheue Jacky hätte ihr Futter manchmal so gefressen, dass sie es einzeln aus dem Sitzen mit ihrer Kralle aufhob. 

Jacky suchte sich meine Großmutter aus. Sie ging einfach in ihr Haus und blieb. Sie zogen sich an. 

Gern würde ich mich heut noch einmal mit Omla unterhalten. In meiner Kindheit war sie die strenge dominante Frau, der man es nicht recht machen konnte. Viel zu spät bemerkte ich, welche Gene ich ihr zu verdanken habe.

Es ist ein komisches und zugleich aufregendes Gefühl, Vergleiche allein aus der geistigen Replikation meiner Kindheitserinnerungen zu vollziehen. Ich habe sie wirklich selten gesehen.

Ihr Urteil ist mir heute so viel wert, so schnell ist etwas zu spät.

Das Licht in Nachbars Küche geht aus, während die Katze genüsslich weiter frisst

 

Ja, die Winterzeit. Man beginnt zu denken. Wenn die Desperate Housewives-Folge mal wieder nicht laden will und man merkt, wie bequem man eigentlich geworden ist.

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Do

20

Nov

2014

Unklar

Ich weiß auch nicht, was es ist.

Zur Zeit ist alles so viel. So neu, so aufregend und dabei hab ich es doch alles schon erlebt irgendwie.

Im Moment regt mich wieder so vieles auf. Nein, im Grunde regt mich auf, dass mir so vieles egal ist. Dass ich auf so weniges achte und andauernd so kleine Fehler mache. 

Diese Dinge sind eigentlich nicht schlimm, meist sind es vertrottelte Angelegenheiten, kleine Missgeschicke. Ja, irgendwie gehört das zu meiner Person. Aber ich habe beobachten können, dass das nur geschieht, wenn ich nicht weiß, wohin ich gehöre.

Sicherlich korreliert es damit, dass ich gestern betrunken war. Aber auch, wenn ich betrunken bin, bin ich trotzdem unvorsichtiger als die anderen. Ich stolpere und tanze und bin laut und sage Dinge, die ich nicht sagen möchte, weil sie meiner Person nicht entsprechen. Es ist dann immer alles so viel, zu viel irgendwie. Und eigentlich ist es ja total egal. Während ich mich verhalte ist es mir auch egal. Aber danach ärgert es mich. Da macht es mich unzufrieden.

Aber warum nur? Warum suche ich dauernd etwas, was mich unzufrieden macht?

Es ist doch so egal. 

Irgendwie fehlt mir etwas. 

Ist es trubelig und laut, ist es zu trubelig und laut. Ist es still und einsam, ist es zu still und einsam.

Und dann beginne ich über so vieles nachzudenken, glorifiziere Vergangenes.

Liegt es am November?

Wie kann ich nur so griesgrämig sein, da ich doch gestern so viel Spaß hatte? Obwohl doch alles läuft? 

Irgendetwas stimmt da nicht. 

 

Fr

12

Sep

2014

WrittenInParis

Gefühle kann man nicht aufhalten, sicher. Steuern kann man sie auch nicht, ja. Aber kontrollieren, wie weit man in sie eintaucht, das kann man.

Ich kann es.

Zwar wird dieser Mechanismus dadurch relativiert, dass es unheimlich wehtut und man sich fühlt, als stünde einem andauernd etwas im Nacken. Als würde etwas gegen deine Rippen pochen, als zerreiße etwas dein Innerstes, weil es so falsch scheint, nicht ehrlich scheint. Aber ich weiß ja um das Gefühl, ich bin ja ehrlich zu mir, ich schütze mich nur.

Es ist hart.

Es ist hart, seinen Verstand walten lassen zu müssen in einer Angelegenheit, die ihn nichts angeht. Es ist hart, zu erfahren, wie viel Macht Reflexion und Intelligenz haben. Im Endeffekt leide ich sicher weniger, auch wenn es jetzt so sehr schmerzt. Es wäre fatal, unter den jetzigen Umständen in mein Gefühl einzutauchen. Dann gäbe es kein Zurück. Je mehr ich mich wehre, desto näher komme ich der Grenze, nach deren Überschreitung es kein Zurück mehr gibt.

Es fühlt sich an wie eine Provokation von meinem Verstand ausgehend an das Gefühl. Ein Hinhalten und Zappeln-Lassen.

Wie lang kann das noch gehen? Es kommt der Tag der Entscheidung. Da wird sich herausstellen, wem ich das letzte Urteil vermache. Dem Verstand oder dem Gefühl.

Diese Urteilsvermachung liegt zwar in meiner Hand, ist jedoch bedingt durch die sich entwickelnden Umstände. Eine echte Kausalität, ja. Das ist das Schlimme daran.

 

Was kann ich tun, damit sich diese Umstände richtig entwickeln, wenn ich doch gar nicht weiß, was richtig ist: Gefühl oder Verstand? Sicher das, was stärker ist. Nun ja, da beginnt der Teufelskreis...

Was ist, wenn die Umstände nicht weitgehend genug von mir beeinflusst werden können? Ich habe Angst, dass über mich hinweg entschieden wird, obwohl ich mittendrin bin. Dass ein Gefüge entscheidet, das für mich unklar aus meinen Handlungen entsteht. Dass ich erst, wenn das Urteil gefallen ist, erkennen kann, was ich hätte machen können. Ich habe Angst vor dem Richtig und Falsch dieser Situation. Vielleicht sollte ich beginnen, meine Vernunft auf die Bekämpfung der Angst zu lenken. Das aber impliziert, dass sie sich um mein Ausgangsgefühl nicht mehr kümmern kann. Ich müsste es zulassen, vielleicht wäre es jetzt noch gar nicht so schlimm, es zuzulassen. Vielleicht würde ich es nicht merken, beschäftigte ich mich mit meiner Angst. Die Angst aber kommt doch erst durch die Auseinandersetzung mit meinem Gefühl.

Es nimmt kein Ende

 

 

Do

27

Feb

2014

Verantwortung in der Liebe

Man übernimmt Verantwortung, sobald man richtig liebt. Denn liebt man nach meiner Definition "richtig", so ist man "man selbst" als eine Person und "man selbst mit dem Partner" als andere Person.

Wenn man "richtig" liebt, so weiß man, wer man ist. Man weiß, wer man mit seiner Liebe ist und wer man ist. Man verschmilzt zwar, aber man verliert sich nicht.

Sicher, einige meinen, man liebe "richtig", wenn man nur die Person mit dem Partner ist. Ich finde nicht, dass man dann wirklich liebt. Denn liebt man "richtig", liegt einem alles daran, die Beziehung gut zu führen. Das kann man nur, wenn man sich reflektiert. Wenn man sein Agieren in der Person mit dem Partner distanziert betrachten und werten kann. Mit einem eigenständigen Denken. 

 

So übernimmt man Verantwortung. Zuvor übernahm man sie für sich selbst. Jetzt ist eine neue Art der Verantwortung da, lebt man in einer Beziehung, in der man "richtig" liebt. 

Damit die zweite Person in einem entstehen kann, braucht es Zeit und Vertrauen. Man öffnet sich und spürt, wie sehr man durch etwas Neues gefüllt wird, im besten Falle sogar erfüllt. Man kennt nun die eine Person des Partners (hoffentlich auch die andere), die nur durch einen selbst entsteht. Man weiß Geheimnisse, Gewohnheiten und Probleme. Würde man nun keine Verantwortung übernehmen, oder sagen wir, sich dessen nicht bewusst sein, so übernimmt man im Endeffekt keine Verantwortung für sein erarbeitetes Partner-Selbst. Um diese Verantwortung aber erst übernehmen zu können, braucht man sein eigenständiges Selbst.

So ist Verantwortung in allem, was man in seinem Partner-Selbst agiert, mit das Wichtigste. Übernimmt man die Verantwortung nicht und handelt ohne einen Blick darauf zu haben, handelt unachtsam und verletzend, gewaltvoll und lieblos, so zerfällt das neu aufgebaute Selbst. Da man den Teil in sich angreift, durch den es zustande kommen kann. 

Und ohne dieses andere Selbst steht man in keiner Beziehung

 

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Sa

21

Sep

2013

scheiß doch drauf

ich kann das nunmal nicht. ich kann nicht einfach darauf scheißen.

 

bei jeder blöden entscheidung, und mag sie noch so klitzeklein und banal sein, habe ich einen anspruch an mich. ich habe den anspruch, mich richtig zu entscheiden.

ich bin daher meist sehr unentschlossen und möchte mich vergewissern, suche nach der hilfe einer person meines vertrauens. ich setze mich wirklich sehr stark mit pro und contra auseinander, schaue, inwiefern welches argument vielleicht überwiegen könnte. 

und dann bekommt man gesagt "ja egal. scheiß doch einfach drauf"

NEIN mach ich nicht. ich möchte das richtige tun, da ich ein rechtschaffender mensch bin. lass es als zynik und verbissenheit darstehen, aber ich möchte mich richtig fühlen, ich möchte keine gewissensbisse haben. und die habe ich ansonsten nunmal.

 

ganz besonders schlimm ist es, wenn es darum geht, unzuverlässig zu sein. wenn ich jemandem mein wort gebe, gebe ich jemandem mein wort. in meiner welt ist das eine sache der selbstverständlichkeit. gebe ich jemandem mein wort, so halte ich es auch.

natürlich kommt es vor, dass etwas nicht klappt, dass missverständnisse auftreten, dass etwas nicht hinhaut, wie man es sich vorgestellt hat. das ist in ordnung. aber es ist nicht in ordnung, wenn ich jemandem dadurch wehtu, jemandem keine freude mehr bereiten kann, obwohl es doch noch in meiner macht stünde.

in solchen fällen sollte ich egoistischer werden. aber der egoismus ist ja dabei, dass ich mich freue, wenn sich jemand durch eine tat meinerseits freut. und wenn mir dann jemand sagt, er hat sich darauf eingestellt und gefreut, mich zu sehen und ich dann absagen muss, tut es unheimlich weh. wenn ich aber absagen MUSS, dann brauche ich jemanden, der mir diesen schmerz nimmt und mir ganz ruhig und gediegen erklärt, dass es nicht schlimm ist, dass es ein anderes mal geht. aber ich möchte nicht gesagt bekommen:

 

"ach egal, scheiß doch drauf"

nein, menschen, die mir so etwas sagen, verabscheue ich in der regel

 

Do

05

Sep

2013

iehgittigitt

Sa

31

Aug

2013

.. vor allzu großen Veränderungen

Ich bin in einem ungewollten Umschwung, im Aufbruch, in Bewegung. Die Zeit zwingt mich dazu. Weil ich sie mir dazu nehme, weil ich es irgendwo von mir erwarte, wenn nicht gar verlange.

Aber es gibt auch keine Alternative, keine, die mich in meinem Wissensdurst und meiner Gier nach Fortschritt so enorm voran bringen könnte. Doch irgendwie ist es ganz schön viel. Ich mag Bewegung und manchmal auch sehr gern Trubel. 

Immer wieder kommt mir eine Erinnerung aus der Schulzeit ins Gedächtnis. Eine Lehrerin fragte mich einmal ganz plötzlich, wovor ich am meisten Angst hätte und ich meinte ohne darüber nachzudenken: "Vor Spinnen. Und.. hm .. vor allzu großen Veränderungen".

Sie wiederholte den zweiten Teil meiner Aussage mit nachdenklichem Blick nach oben, rieb sich die Hände und wibbte ein bisschen auf und ab, vor und zurück. Ich habe das gehasst an ihr. Generell mochte ich sie nicht sonderlich, sicher, weil sie so selbstüberzeugt ist. Die eigenen Fehler erkennt man an anderen eben meist zuerst.

Immer wieder habe ich es danach in Frage gestellt. So unheimlich oft! Denn ich erlebe viel, schaffe viel, bemühe mich viel und bin aktiv, immer darum bedacht, niemals stehen zu bleiben - vielleicht zu ruhen, aber nicht stehen zu bleiben.

Und dann sag ich da sowas. Einfach so

Jetzt verstehe ich, wie es dazu kam

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Mo

19

Aug

2013

Kleidung

So

04

Aug

2013

Bahnsteig

Zu reisen ist schön. Sitzen, entspannen und die Welt an sich vorbeihuschen sehen. Das Rauschen des Zugwagons, die Selbstverständlichkeit der Technologie. Gerade, wenn man mit Regionalzügen reist, erfasst man unheimlich viele Bahnhöfe. Man sitzt im Zugwagon auf seinem reisenenden Platz, vielleicht steht man auch. Man sieht hinaus, sieht den dreckigen Bahnsteig und fragt sich vielleicht, was diese Taube, die dort ahnungslos hin und her tappt, heute noch alles erleben wird. Vielleicht fragt man sich auch, wie es ist, Kinder zu haben, bei dem Anblick einer völlig entkräfteten jungen Mutter und ihrem Mann, der am liebsten vor den Zug zu springen scheint, während drei kleine Kinder unabdinglich schreien. Vielleicht beginnt man ja sogar, zu hinterfragen, wie viele Schicksale in diesem Moment vor einem stehen, sich bewegen und agieren, man beginnt vielleicht, zu realisieren, dass doch all diese Menschen gerade ein und dasselbe Ziel haben: Ankommen. Irgendwo werden sie ankommen, genau, wie ich ankommen werde. Und obwohl all ihre Wege und vor allen Dingen ihre Ziele so vollkommen unterschiedlich sind, ähneln sie sich ja doch insofern, dass sie jetzt gerade dabei sind, diesen Weg zu beschreiten. Allesamt. Im gleichen Zug oder auf dem gleichen Bahnsteig oder in der gleichen Ortschaft. 

Dabei frage ich mich, was ein Bahnsteig mit seinen alten Gemäuern mir wohl alles berichten könnte, würde ich ihn danach fragen. Wüsste er überhaupt mehr als ich?

So

07

Jul

2013

GOODGIRLSAREBADBOYS

los, interpretiere

Mo

01

Jul

2013

uh

aaai ai wanna hmh hmh aai

Mi

26

Jun

2013

guten Tag

0 Kommentare

Mi

19

Jun

2013

seit ich denken kann - Alicia Keys

Mo

17

Jun

2013

Berlin

Hallo Berlin, groß bist du, metroploisch und weitläufig. Allumfassend und nicht erfassbar. Du erdrückst mich mit deiner Weite und deinem Fassungsvermögen. Dabei ist es das, was mich atmen lässt. Was mich staunen und erfreuen lässt. Erfreut hast du mich, beeindruckt hast du mich und denken lassen hast du mich. Beobachtet habe ich dich, erkannt habe ich nichts. Nur, dass deine Erkenntnis voller Erfahrung steckt. Ich frage mich beinahe, wer dich erkennt? Wer dich kennt und zu kennen weiß, zu erkennen weiß. Wer bei dir überhaupt noch weiß, wo ihm sein Wissen steht. Du bist überwältigend und hip. Du bist tiefendeep und verbirgst einige Geheimnisse. Einige, die so offensichtlich und klar scheinen, dabei sind sie gar nicht da

Mi

05

Jun

2013

HIER

sei fröhlich, sei schön, sei begehrt, sei freundlich, sei höflich, sei glücklich, sei dabei, sei mündig, sei schlank, sei attraktiv, sei hübsch, sei positiv, sei anständig, sei vernünftig, sei gut, sei belehrt, sei lebendig, sei energetisch, sei unfassbar, sei erfassbar, sei unerreichbar, sei direkt, sei ehrlich, sei wohlwollend, sei sicher, sei verletzlich, sei verletzend, sei richtig, sei scheiße, sei arrogant, sei überzeugt, sei selbstverliebt, sei akut, sei aktuell, sei modern, sei bewegend, sei reif, sei schwer, sei träge, sei müde, sei klug, sei aktiv, sei passiv, sei fies, sei mies, sei beschissen, sei viel, sei aufbrausend, sei wütend, sei traurig, sei still, sei stumm, sei anwesend, sei frei, sei belebend, sei da, sei gehemmt, sei eingeschüchtert, sei schüchtern, sei offen, sei parat, sei schlau, sei gewollt, sei hinterlistig, sei falsch, sei du

 

whatever

aber sei

Mo

03

Jun

2013

prozess

vom genuss hin zur gewohnheit über die abhängigkeit bis schließlich zur sucht

Sa

01

Jun

2013

es war einmal

sich allgegenwärtig im gebilde der komplexität bewegend agiert sie selbstsicher und doch versuchend. sie sucht die vollendung, den sieg und siegt durch ihre macht. mächtig, durchdringlich und dabei so wunderschön spielt sie, wozu sie entstand. eingekesselt von den figuren ihrer machtausübung strategiert die königin ihren weg. sie weiß, was sie zu tun hat, sobald eine gefahr droht. und so meistert sie die schlacht, indem sie gezielt ihre klugheit walten lässt. die knechte unter sich stehend, schickt sie voraus, um das feld soweit zu räumen, dass sie im bitteren kampf nicht umkommt. und schafft es einer ihrer knechte, die schlacht trotz ihrer blutigen grausamkeit bis zum ende durchzuhalten, schafft es einer ihrer knechte, das ziel zu erreichen, so steht er für sie mit seinem leben. im grunde die größte erfüllung einer solchen position. ist die königin noch jung und unerfahren, so kommt es vor, dass sie schnell einmal den überblick verliert und ihre strategie aus dem ruder läuft. so verliert sie die kontrolle und muss sich auf eine zweite, intensivere ebene begeben. eingekesselt und behütet von ihren schlosstürmen zieht sie nun selbst los und schwingt sich auf eines ihrer zwei edlen rosse, nachdem ihre laufjungen (nicht die knechte) vorarbeit leisteten. und ist sie in großer gefahr, so zeigt sich die vertrauensvolle beziehung zu ihren pferden, da sie allein weiterziehen und sich den weiteren herausforderungen tanzend stellen. und auch ihr ganzer hof, ihr schutzwall, steht ihr bereit. durchgreifend und stark kommen ihre massiven schlosstürme zum einsatz. 

wozu aber? um dem könig zu dienen.

Mi

22

Mai

2013

slow

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Mo

22

Apr

2013

mann

Sein wir ehrlich. Ein Mann hat es nicht leicht. Im Zeitalter der Emanzipation bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich der Frau zu unterwerfen, um nicht sein lebenlang von ihr schikaniert zu werden. Und tut er dies, wird er es trotzdem. Er kann nichts dazu. Wie soll er denn auch können, wenn er muss? Ein Mann ist sensibel. Seine Sinne sind geschärft, doch sein Gedankengut schafft es nicht, das, was er durch seine Sinne erfasst, deuten oder gar werten zu können.

Ja, wie soll es denn dann auch anders sein, dass er sich selbst absolut überfordert sieht im Machtgefüge der Frau? Allein aus Trost bezüglich dieser Tatsache sollte ein Mann mehr Geld verdienen dürfen. Schließlich braucht er ja noch irgendetwas, ja, wenigstens irgendetwas, womit er sich rühmen kann. Er braucht den Halt, der ihn zum Mann macht. Er braucht diese Aufgabe des Beschützers, des großen, starken Helden. Schließlich ist er der hauptsächliche Genverbreiter. Ohne ihn ginge nix. Und das sollte er ruhig auch heraushängen lassen dürfen, wenn er einer Frau den Abend finanziert, wenn er einer Frau den Hof macht, wenn er sich in sie verliebt, um ihr ein Leben lang zu dienen. Hahaha, sehr stark

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So

14

Apr

2013

inhaltlich

mein lebensinhalt besteht aus provokation und inszenierung

So

24

Mär

2013

fettes video

So

24

Mär

2013

anna

Di

19

Mär

2013

jahr

das leben verläuft wie die jahreszeiten.

du kannst nichts erzwingen, du weißt nicht, wann dein sommer ist, wann dein winter kommt. wann du dich im herbst bewegst und wie lang dein frühling andauert. und auch weißt du nicht, in welcher jahreszeit dein leben beginnt

du weißt es nicht, du kannst diesen lauf und die gleichmäßigkeit der längenaufteilung nicht beeinflussen

 

alles hat einen anfang, eine mitte und ein ende

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Sa

09

Mär

2013

Die Stoa

Nach der Stoa sind wir von unserer Geburt an dazu bestimmt, einen gewissen Platz in der Welt einzunehmen. Nämlich insofern, dass wir einen Teil des Göttlichen darstellen. Das Göttliche stellt eine Art „All-Ratio“, also Weltvernunft, dar. Diese Weltvernunft wird als Logos bezeichnet und ist fähig zu einer providentia, die wie ein Zahnrad der Zweckmäßigkeit fungiert. Der Logos ist aufgeteilt an alle bestehenden Animi (Animus = Der Geist / die Seele). Demnach trägt jeder etwas Göttliches in sich, egal welcher Herkunft er ist, und hat im Laufe seines Lebens die Möglichkeit, dies zu erweitern. Die größt mögliche Erweiterung ist die ratio perfecta (vollkommene Vernunft) die als das unum / summum bonum gilt. Um ein glückliches Leben zu führen, ist es die höchste Aufgabe eines jeden, der einen Geist besitzt, diesen zur ratio perfecta hin auszubilden und gilt als das propium des Menschen. Gelingen kann ihm das, indem er sich seines Naturzustandes bewusst ist und sich löst von Zwängen (Mensch im Zustand der Leidenschaftslosigkeit: Apatheia), die diesen gefährden. Somit ist eine Voraussetzung zum Erlangen dieser ratio perfecta eine absolute Affektkontrolle (aequitas / Ataraxia: Innere Seelenruhe, „stoische Gelassenheit“) und der Wille zur Selbstreflexion (Herr seiner Selbst sein). Denn nur dadurch kann man beginnen, sich selbst auszubilden, beziehungsweise seinen Geist bis auf das Höchste zu vervollkommnen. Aufgrund dieser Tatsache lehnt die Stoa die vier großen Gefühlsebenen, die da lauten: „timor“ (Angst in jeglicher Art und Weise), „cupiditas / voluptas“ (Begierden und Leidenschaften bzw. Lüste), „dolor“ (Schmerz sowohl körperlich als auch geistig) und laetitia voluptas (die Freude), ab. Letzteres begründet der Stoiker so, dass er die allgemein gültigen Freuden als oberflächliche Empfindungen betrachtet und sie als Gefahr im Sinne der Ablenkung für das vervollkommnen der ratio sieht. Somit ist es höchstes Ziel des Stoikers ein vir sapiens zu werden, virtus zu erlangen. Der ewige Weg mit ständigem Blick auf dieses Ziel impliziert daher eine absolute Auseinandersetzung mit sich selbst (vita contemplativa) und der Ausprägung der Begabung zur Vernunft. Es geht um den größten Nutzen, den man aus all Möglichem hervorbringen kann, ohne sich dabei von seinen Gefühlen leiten zu lassen, die, wenn überhaupt, nur einen momentanen Zustand des Wohlbefindens verursachen können, und gerade deshalb nicht gut sind. Denn es geht um die Standhaftigkeit und Dauer, um das Verfolgen des Ziels (proficere).

Ist man irgendwann an dem Punkt angelangt, dass ein weiteres Fortbestehen und somit ein weiteres Verfolgen der bona mens nicht mehr möglich ist, stellt der Tod die Erlösung dar und wird deshalb auch nicht als etwas Negatives oder gar Beängstigendes angesehen, sondern als der Zustand, der vor dem Leben herrschte und zudem die Seele / der Geist (animus) zurückkehrt. Der Stoiker sieht den animus vielmehr als einen Begleiter, der sich zu uns herabgewürdigt hat und uns die Aufgabe stellt, ihn zu fördern, um uns selbst einen Gefallen zu tun. Jedoch ist das Paradies für ihn seine Heimat, die den Zustand vor und nach dem Leben darstellt. Deshalb kommt es auch nicht darauf an, möglichst lange Zeit (quantitativ) zu Leben und an oberflächlichen Dingen (beispielsweise materielle Werte oder oberflächliche Freuden, Anerkennung und Bewunderung von anderen etc.) zu gewinnen, sondern seinen Geist so weit auszuprägen, wie es möglich ist, also schlicht und einfach sinnvoll zu leben (qualitativ).

 

Sa

09

Mär

2013

Genuss

"Der Liebesgenuss bringt keinen Nutzen; man kann sogar froh sein, wenn er nicht schadet" Epikur

Mi

06

Mär

2013

zeit

dass die zeit uns vorauseilt und vor geht, das können wir nicht ändern.

doch an uns vorbeigehen muss sie nicht

Sa

23

Feb

2013

Hallo

Wenn es also dazu kommen sollte, dass ich die Bereitschaft an den Tag lege, mich zu ändern, mich zu verändern. Mein Inneres anzupassen an eine andere Person. Wenn ich mich also wandele, aufgrund der Tatsache, einer gewissen Person dadurch besser zu gefallen, nein, viel eher, aufgrund der Tatsache, sie sich dadurch besser und glücklicher fühlen zu lassen, ja, dann kann ich, so denke ich, wohlwollend sagen, ich empfinde eine große Sympathie, eine innere tiefe Verbundenheit - ja, ich kann sagen, dann empfinde ich eine tiefe innere Verbundenheit, dann fühle ich mich dazu bereit, dann ändere ich mich, dann wandele ich mein Handeln, ja, dann, so kann ich sicher sein, dann bin ich ver -

Was aber ist, wenn ich nicht mein Denken ändere?

Bin ich auch dann verliebt?

Fr

22

Feb

2013

Hausaufgabe

Menschen essen Tiere, früher aßen Tiere Menschen. Menschen halten Tiere gefangen und machen sie zu ihren Unterlegenen, früher unterlag der Mensch dem Tier.

Menschen nehmen sich so Allerlei heraus. Sie essen, sie trinken, sie leben, sie gehen, sie pflanzen sich fort, sie verfolgen ihre Lüste – ganz genau so, wie es ihrem Genuss nach verlaufen soll. Und so essen sie auch Tiere. Sie entscheiden darüber, dass sie als vernunftbegabte Wesen besser, wertvoller und wichtiger sind. Sie sind vernunftbegabt. Begabt. Nicht vernünftig. Denn sie essen Tiere. Sie fordern Gleichberechtigung und Freiheiten, die sie anderen Lebewesen verwehren. Denn sie essen sie. Als sei es nichts. Sie geben dem Tier den Sinn, für sie zu leben. Für sie, nicht für sich. Und sie erwarten, dass es so akzeptiert wird. Nein, sie gehen gar davon aus. Sie bestimmen es als solches. Ist es denn daher auch so?

Was ist, was soll sein und was würde sein, wenn? Das ist egal, denn der Mensch entscheidet. Weil er entscheiden kann. Darf er entscheiden? Er tut es eben. Und weil er entscheiden kann, weil er genauso sehr von seiner Vernunft Gebrauch machen kann, weil er das darf, so sollte er es auch tun. So will er es vielleicht tun. Was hindert ihn? Die Lust, der Genuss, der andere Wille. Ist er Herr über sich selbst, wenn er es als notwendig betrachtet, über andere zu entscheiden, über andere zu urteilen, andere als niederer zu betrachten, ja – ganz einfach: sie zu essen? Ist er dann Herr seiner Selbst? Oder weiß er, dass er es nicht schafft, sich zu beherrschen? Vielleicht weiß er das und sucht in einer simplen Tat seine Befriedigung, die Befriedigung seines falschen Willens, seiner Lust, seines Genusses. Im Grunde dessen, was keiner Notwendigkeit bedarf. Und dann fühlt er sich befriedigt? So sehr befriedigt, als würde der Verzicht ihn schmerzen. Aber wie soll etwas schmerzen, was man nie erfahren hat? Es ist die Angst vor der Erkenntnis, die Angst vor der Veränderung und schließlich die Angst vor sich selbst – denn man könnte ja Herr seiner Selbst werden. Man könnte es ja tatsächlich. Nein, das wollen die Menschen nicht. Sie wollen Fleisch

 

Sa

16

Feb

2013

aktiv, ohne augenscheinliche bewegung

zuhören, lesen. betrachten und verarbeiten.

 

ich denke so oft, ich lese nicht genügend. so viele bücher befinden sich in meinem zimmer, deren inhalt mir bisher verborgen blieb. ich bin aber auch so intolerant. gefällt mir ein buch nach den ersten zehn seiten schon nicht, so lasse ich es zukünftig unberührt. viele meiner bücher haben es allerdings bisher gar nicht bis zu dieser aktivität meinerseits geschafft. es fehlt mir die zeit. eher gesagt: ich nehme sie mir nicht. 

diese texte, sie sind ja nur schwarze tinte auf hellem untergrund. gebündelte seiten, auf denen sich buchstaben befinden.

doch diese texte, sie könnten so viel bewegen. ich könnte so viel in mir bewegen durch sie. ich müsste sie nur lesen. ganz schweigsam und voller wohlwollen. ganz für mich. diese erkenntnis erreichte mich erst vor kurzem wieder. ich las einen artikel in der NEON über das warten. meist durchblättere ich solche magazine, lese den ein oder anderen kleinen ausschnitt und lasse mich von den bildern, die dort abgedruckt sind, inspirieren. ich habe nicht die geduld dazu, einen ganzen text über mehrere seiten hin zu lesen. ich habe auch das verlangen danach nicht. doch dabei beachte ich gar nicht, wie viel mir verborgen bleibt. dieser artikel, den ich nun kürzlich zu lesen begann, der passte daher paradoxer weise genau zu diesem sachverhalt. mein schnelles interesse, das so schnell wieder verfliegt. all die energie, die ich auf den punkt genau aufbringen kann und dann die lust daran wieder verliere. das warten. eine tugend, die wir verloren haben. eine fähigkeit, keine last. 

ich las diesen artikel. er bereicherte mich ungemein und ich war mehr als begeistert davon, wie gut er verfasst ist. ich las ihn einfach, ohne mich großartig zu bewegen oder physische kräfte dafür aufbringen zu müssen. ich las ihn einfach. aktiv, ohne augenscheinliche bewegung

und ich fühlte mich gut

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Do

14

Feb

2013

Pack das O

Ich habe vergebens versucht dich zu tolerieren, ohne dich dabei zu akzeptieren

Du hast mich akzeptiert, ohne dabei zu versuchen, mich zu tolerieren

 

konnte ja nicht klappen

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Fr

08

Feb

2013

WHERE IS THE LIGHT

Di

29

Jan

2013

wissen

scheiße. 

trieb oder gefühl? lust oder vernunft? ratio oder voluptas? voluptas mit ratio.

aber wie?

bedacht, aufmerksam, sicher und gelassen. aktiv und frei, gelöst.

 

es ist ganz genau so wie damals. zu wenig widerstand, zu viel widerstand. ich muss mich gar nicht entscheiden, ich kann es beides lassen. aber ich bewege mich in die richtung des absoluten widerstandes, der absoluten selbstverletzung. habe ich aus den letzten 1 1/2 jahren denn gar nichts gelernt?

hoffnung, nicht erwartung. machen, nicht denken. "ich kann dir nur sagen: alles, was du tust, ist richtig."

erfahrung bringt erkenntnis. was habe ich erkannt? ich habe erkannt, dass es das wert ist. weil ich währenddessen die größte bestätigung erfahren durfte, die ich mir je hätte erwünschen können. die der bewegung. der wirklichen bewegung, nicht die der veränderung. ich wollte nicht verändern, ich wollte erfahren. ich wollte wissen, was geschieht. 

der prozess, die bewegung. da hat sich tatsächlich etwas bewegt, die veränderung liegt nicht in meiner hand. doch die bewegung, sie kann sie auslösen und fördern. ich habe geholfen und mich dabei zerstört. und durch diese zerstörung kann ich sagen, mir wurde geholfen.

"die erfahrungen des schmerzes sind diejenigen, aus denen wir am meisten lernen" 

ja, genau. das lernen. lernen, erfahren, das wissen erweitern. auf dem weg zur vernunft - durch die lust, über das gefühl

So

06

Jan

2013

die kunst

http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=WhuAxg9Z_b8&NR=1
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=WhuAxg9Z_b8&NR=1

des lebens

des liebens

des gebens

des bietens

des nehmens

des vermiedenen

des strebens und

 

des siegens

 

 

wann siege ich? ich will nicht reifer werden, ich möchte bleiben. ich möchte bleiben und geleiten. so recht kann ich das gar nicht beschreiben, vielleicht ja zeigen:

stell dir vor

du durchlebst all das, was du durchlebst, nur so, wie du es durchlebst. und dann, ja dann beginnst du, zu begreifen, dass all das, was du durchlebst, nur durch dich durchlebt werden kann. dass allein du festsetzen kannst, wer du bist. denn allein du entscheidest, welch äußeres dich bestimmt. und dieses äußere ist auch nur so, wie es ist, weil du bist, wie du bist.

und dann kommst du an diesen punkt, an dem du genau das begreifst. an dem du nicht mehr nur die banalität siehst. du siehst den zusammenhang, du siehst das schöpferische

du siehst dich

du verstehst alles, alles. denn du darfst es verstehen, du darfst es! weil du jetzt weißt, dass du darfst, denn nur du kannst. du allein kannst verstehen. keines verstand dieser welt ist deines verstehens ebenwürdig

ich denke, also bin ich. ich fühle, also lebe ich

du beginnst, dir vor augen zu führen, wovon in dir du getrieben wirst und was in dir antreibt. und in jeder banalität entdeckst du, was du nie gesehen hast. du begreifst, du verstehst, du prozessierst. andauernd. und nun prozessierst du bewusst

was ist das für ein bewusstsein? wessen teil deiner ICHS kannst du bewissen?

du siehst in all dem nicht mehr die flappsige banalität - du siehst die realität. die einzig wahre, die, die du siehst